Fünf Brandeinsätze und acht technische Hilfeleistungen: Miesterhorster Feuerwehr blickt auf 2017 zurück

1730 Stunden ehrenamtlich geleistet

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In seinem Jahresbericht konnte der Ortswehrleiter Torsten Pilzecker (l.) auf ein ruhiges und erfolgreiches Jahr der Miesterhorster Brandschützer zurückblicken.

Miesterhorst. Bilanz über die 2017 geleistete Arbeit zogen am Sonnabend die Mitglieder der Ortsfeuerwehr Miesterhorst. Die Kameraden mussten zu fünf Brandeinsätzen ausrücken. Acht Mal wurden sie zu technischen Hilfeleistungen gerufen.

2017 war für die Miesterhorster Ortswehr ein ruhiges Jahr. Es gab Einsätze, die sich auf wenige Tage beziehungsweise Stunden bündelten. Zum anderen verliefen alle anderen Aktivitäten der Wehr und des Fördervereins planmäßig. „Das ist natürlich nicht alles mein Verdienst, sondern viel mehr einer gut funktionierenden und erfahrenen Leitung sowie dem Engagement eines jeden Einzelnen von Euch zu verdanken“, sagte Ortswehrleiter Torsten Pilzecker.

Derzeit gehören der Ortswehr 145 Mitglieder an. Zwei neue fördernde Mitglieder konnten gewonnen werden, drei fördernde wurden als aktives Mitglied aufgenommen, es gab einen Austritt. Die Kinderfeuerwehr, die in Dannefeld betreut wird, konnte fünf Mädchen und Jungen für eine Mitarbeit begeistern. Damit erhöht sich der Anteil der Miesterhorster Kinder auf 14. „Das macht bei 23 Mitgliedern mehr als die Hälfte aus. Zwar hatte Ilona Wolff aus Dannefeld mit Rene Hoffmann und Kristin Schütze die Unterstützung von zwei Betreuern aus unseren Reihen dazubekommen, aber es ist bei 23 Kindern trotzdem noch zu wenig“, sagte Torsten Pilzecker. Der Ortswehrleiter hat nun mit der Gründung einer eigenen Kinderwehr ein größeres Ziel im Auge. Zwei weitere Betreuer hätten sich bereit erklärt, dieses Ziel mit in die Tat umzusetzen. „Alle vier werden im März den Lehrgang ,Rechtsgrundlagen für die Kinder- und Jugendfeuerwehr’ in Heyrothsberge besuchen. Jetzt müssen wir nur noch einen entsprechenden Termin und würdigen Rahmen finden, um die Miesterhorster Kinderfeuerwehr zu gründen“, so Pilzecker.

Sie sind die guten Seelen der Ortsfeuerwehr in allen Bereichen: Die Frauen investierten 2017 viele Stunden Dienst.

Um die einzelnen Aufgaben besser durchführen und koordinieren zu können, existieren in der Ortsfeuerwehr zwei Frauen- und vier Männergruppen. Die Frauengruppen bestehen aus insgesamt 23 Mitgliedern. Die Erste (zehn Frauen) leistete 27 Stunden im Gerätehaus, nahm an fünf Einsätzen teil, stellte neun Mal Reservetruppen und leistete damit 32 Dienststunden. Die Zweite war 48 Stunden im Gerätehaus aktiv, trainierte 120 Stunden für Wettkämpfe, nahm sechs Stunden an der Gefahrgut-Ausbildung sowie sechs Mal an Einsätzen teil und kommt damit auf eine Gesamtstundenzahl von 195. Die Frauen konnten 2017 leider an keinem Wettkampf teilnehmen, da die TS bei einem der schwersten Einsätze, der Bekämpfung eines Großbrandes bei Frapa-Plast in Gardelegen, wirtschaftlichen Totalschaden erlitt und bisher kein Ersatz beschafft werden konnte. Außerdem übernahmen die Frauen verschiedene Aufgaben in der Kinder- und Jugendbetreuung sowie im Förderverein.

Die Männergruppe I, der zwölf Kameraden angehören und die 183 Dienststunden leistete, war für die Grünkohlwanderung verantwortlich. Neben der Aus- und Weiterbildung wurden von ihnen das Oktoberfest und die Weihnachtsfeier organisiert. Die Gruppe II, die zwei Neuzugänge verzeichnen konnte, besteht aus 15 Mitgliedern. Sie leisteten insgesamt 459 Stunden Dienst sowie in der Kameradschafts- und Traditionspflege. In der Gruppe III befinden sich derzeit elf Mitglieder, die mit 159 Stunden an den meisten Weiterbildungsmaßnahmen teilnahmen. Von den zwölf Mitgliedern der Gruppe IV können fünf aus Altersgründen nicht mehr an den Einsätzen, aber an den regulären Diensten teilnehmen. Insgesamt stehen hier 210 Stunden Brandschutzarbeit zu Buche.

Ortwehrleiter Torsten Pilzecker zieht Bilanz: „Insgesamt wurden von unseren Kameradinnen und Kameraden ehrenamtlich 1730 Stunden bei Einsätzen, Diensten sowie Ausbildungen inner- und außerhalb der Wehr geleistet.“

Mit dem Bericht des Jugendleiter Marco Krümmel, der sich zurzeit in einer Rehaklinik befindet, wurde der Ortswehrleiter beauftragt. Der Jugendwehr gehören derzeit sechs Jungen und fünf Mädchen an. Sie waren bei 22 Diensten (265 Stunden) anwesend, wo das feuerwehrtechnische Wissen erweitert und gefestigt wurde und investierten 84 Stunden in die allgemeine Jugendarbeit. Pilzecker zählte einige Aktivitäten auf. Dazu gehörten unter anderem der Orientierungsmarsch (O-Marsch) in Dannefeld (10. Platz), das Zeltlager in Kakerbeck, (1. Platz Nachtwanderung und 1./2. Platz im Tauziehen, 4. Platz beim Spiel ohne Grenzen), der Pizzaabend sowie der Besuch der Atemschutzgeräteträgerstrecke in Klötze. Die Kinderfeuerwehr nahm in Jahrstedt am O-Marsch teil, belegte dort den 4. Platz, besuchte die Leitstelle in Stendal und nahm am Zeltlager in Zichtau teil. Im Oktober beteiligten sie sich an einem O-Marsch des Kreisfeuerwehrverbandes Salzwedel in Beetzendorf, wo sie von insgesamt 23 Mannschaften den 8. Platz belegten.

Von Renate Heinze

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