Pflanzaktion von Bundeswehr und Ortsbürgermeistern

15.000 Bäume als Schutz am Truppenübungsplatz gepflanzt

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Auch Gustav Wienecke (rechts), Wannefelds Ortsbürgermeister, pflanzte am Donnerstag Bäume.

Letzlingen – Rund um den Truppenübungsplatz Altmark in der Colbitz-Letzlinger Heide befinden sich Waldgebiete. Einerseits, damit die Soldaten dort üben können. Andererseits als Lärmschutz für die Umland-Dörfer.

Am Donnerstag pflanzten zahlreiche Ortsbürgermeister aus Anrainergemeinden symbolisch Bäume.

Sie taten dies gemeinsam mit Bundeswehr-Soldaten. Denn „nur wer einen Baum eigenhändig pflanzt“, so begründete der Leiter des Gefechtsübungszentrums (GÜZ), Oberst Michael Knoke, diese Maßnahme, „der weiß einen solchen Baum auch zu schätzen“.

Nötig wurde diese Pflanzaktion, weil im vergangenen trockenen Sommer zahlreiche Fichten am Rande des Truppenübungsplatzes vom Borkenkäfer befallen waren. „Wir hatten zig Millionen dieser Schädlinge“, erinnert sich Forstdirektor Rainer Aumann von der Bundesforst nördliches Sachsen-Anhalt.

Doch ein solcher Waldsaum rund um den Truppenübungsplatz sei nötig, um den Lärmpegel und die Staubentwicklung, die nun mal durch Kettenfahrzeuge entstehen, eindämmen zu können. Dem pflichtete die Letzlinger Ortsbürgermeisterin Regina Lessing bei: Anders als zu Zeiten der Roten Armee – die russischen Streitkräfte zogen vor 25 Jahren aus der Colbitz-Letzlinger Heide ab – höre man heutzutage kaum noch Übungsgeräusche.

Und so pflanzten sie und die übrigen Bürgermeister mit den Soldaten insgesamt 15.000 Bäume auf einer Fläche von 5,4 Hektar. Dort wachsen nun Küstentannen, Douglasien und Buchen.

Weil auf dem Truppenübungsplatz Altmark derzeit neue Technik ausprobiert wird, ruht der auswärtige Übungsbetrieb. Und zwar bis zum September. Einen „Tag der offenen Tür“ mit Besichtigung der Übungsstadt Schnöggersburg gibt es hingegen wieder am Sonnabend, 29. Juni.

VON STEFAN SCHMIDT

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