Bestandsaufnahme für Papierkörbe

In Gardelegener Einheitsgemeinde: „Alles rein“ in die Mülleimer

Ein Papierkorb steht an der Rudolf-Breitscheid-Straße in Gardelegen.
+
Insgesamt gibt es 107 Papierkörbe in Gardelegen.
  • Ina Tschakyrow
    vonIna Tschakyrow
    schließen

In Gardelegen befinden sich 107 Papierkörbe. Einige müssen ausgetauscht werden, weitere sollen angeschafft werden, wie eine Bestandsaufnahme zeigt.

Gardelegen – In der Stadt Gardelegen befinden sich 107 öffentliche Mülleimer. Davon befinden sich auf der Wallanlage und ihren Seitenwegen und Plätzen 45, wird aus einer Bestandsaufnahme der Stadtverwaltung deutlich. Die Papierkörbe in der Stadt Gardelegen wurden von der Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen überprüft, nachdem die Fraktion Die Linke einen Antrag gestellt hatte, wo und in welchem Umfang zusätzliche Papierkörbe/Mülleimer aufgestellt und ältere Behälter aufgewertet werden könnten.

Begründet wird der Antrag damit, dass immer mehr Müll illegal entsorgt wird. Mehr Papierkörbe würden zwar nicht das Problem lösen, aber die Aufstellung von kreativ gestalteten Mülleimern mit Aufschriften wie „Ich bin noch nicht voll“, „Alles rein“, „Gibs mir“ oder „Schlag mir den Bauch voll“, die es auch in anderen Städten gibt, sei laut Antrag zielführend.

Weitere Mülleimer sollten aufgestellt werden

Nach Auffassung der Stadtverwaltung sollten jeweils ein Behälter an der Ernst-Thälmann-Straße zwischen der Kreuzung Sandstraße/Philipp-Müller-Straße, an der Nicolaistraße in Höhe der Hausnummer 5, an der Sandstraße zwischen der Rendelbahn und der Kreuzung Ernst-Thälmann-Straße, an der Rudolf-Breitscheid-Straße zwischen Burgstraße und Philipp-Müller-Straße und an der Ernst-Thälmann-Straße auf Höhe des Drogeriemarktes aufgestellt werden.

Außerdem werden die bei der Bestandsaufnahme festgestellten defekten Behälter als Sofortmaßnahme erneuert. Es gibt einen defekten Papierkorb am Planschbecken an der Ernst-Thälmann-Straße, am Marienkirchplatz, am Tivoliplatz, am Wall in Höhe des Rosengartens sowie zwei am Harbig-Sportplatz an den Bänken.

Mülleimer mit Aschenbecher ausstatten

Laut Antrag sollen neue Mülleimer und die vorhandenen mit einer Art Aschenbecher zum Ausdrücken und zur Aufnahme von Zigarettenkippen ausgestattet werden, da diese bisher einfach auf den Boden geworfen und ausgetreten werden. Dazu teilt die Stadtverwaltung mit, dass die in der Stadt vorhandenen Papierkörbe alle unterschiedlich sind. Im Stadtzentrum gibt es bereits Papierkörbe mit Aschenbechern und an allen anderen ist es auch ohne Aschenbecher möglich, Zigaretten auszudrücken und diese im Behälter zu entsorgen. Zukünftig werden alle neu angeschafften Mülleimer mit einem Aschenbecher sein. Allerdings ist eine Nachrüstung von 90 Papierkörben mit einem Aschenbecher unwirtschaftlich, da die Mülleimer unterschiedliche Ausführungen haben, das Anbringen eines Aschenbechers mit einem hohen Aufwand verbunden ist und wenn einer der nachgerüsteten Papierkörbe irgendwann ausgetauscht werden muss, wird der angebrachte Aschenbecher nicht mehr benötigt, da der neu angeschaffte Mülleimer bereits mit einem Aschenbecher ausgestattet ist. Das Nachrüsten mit Anschaffung und Montage würde 13 500 Euro (90 Papierkörbe á 150 Euro) kosten.

Während der Sitzung des Bauausschusses wurde der Antrag der Linken und ein dazu ergänzender Antrag der Fraktion CDU/FDP besprochen. Diese Fraktion beantragt die Bedarfsabfrage von Mülleimern in den Ortsteilen. Dazu sagte Andreas Höppner, dass es in den Ortsteilen unterschiedliche Beschlüsse gibt. In Kloster Neuendorf gibt es beispielsweise keine Papierkörbe, weil oftmals auch Müll daneben abgelegt wird. Weil es die Diskussion schon in den Ortsteilen gab und diese selbst darüber bestimmen sollen, bezog sich der Linken-Antrag nur auf die Stadt, so Andreas Höppner. In der Stadt ist das Problem zudem größer als in den Dörfern, erklärte er.

Zunächst nur Bestandsaufnahme, dann Entscheidung

Gustav Wienecke sprach sich gegen mehr Mülleimer in der Stadt aus: „105 Mülleimer in der Stadt und dann noch mehr? Das kann ich nur ablehnen.“ Gudrun Gerecke hingegen sagte, dass sie von Hundebesitzern weiß, dass diese die Aufstellung der Mülleimer ungünstig finden und sie besser verteilt werden sollten.

Bürgermeisterin Mandy Schumacher erklärte, dass es zunächst nur um eine Bestandsaufnahme geht und später entschieden wird, was tatsächlich umgesetzt wird.

Im Stadtrat wurde für beide Anträge gestimmt, nachdem es auch Zustimmung in den Ausschüssen gegeben hatte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare