Schiedsmann Heinz-Werner Pfister hört nach 13 Jahren auf / Stadt Bismark sucht Nachfolger

Zwischen den Fronten vermittelt

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Vorsitzender der Schiedskommission Heinz-Werner Pfister (73) bleibt bis September 2018 in seinem Amt, dann hört er aus Altersgründen auf. Gut 13 Jahre hat er sein Ehrenamt ausgeübt.

Bismark. Seine Aufgabe ist es bei Streitigkeiten unter Nachbarn zu vermitteln. Die Rede ist von Heinz-Werner Pfister. Insgesamt 13 Jahre übte der gebürtige Döllnitzer die ehrenamtliche Tätigkeit als Schiedsmann aus.

2013 wurde der studierte Bauingenieur zum Vorsitzenden der Schiedskommission der Einheitsgemeinde Bismark gewählt. Unterstützt wird er dabei von zwei weiteren Schiedspersonen, Bettina Jörke und Hans-Dieter Voigtländer. Bei seiner Tätigkeit als Schiedsmann geht es weniger um Paragrafen, sondern viel mehr um das Menschliche, sagt er. „Am Ende müssen wir versuchen, dass die beiden Streithähne sich die Hände reichen“, erklärt er gegenüber der AZ.

Für eine Erstberatung muss der Antragsteller 25 Euro bezahlen. Wenn das Geld bei der Verwaltung – die Schiedstelle unterliegt dem Ordnungsamt – eingegangen ist, kann er mit dem Schiedsverfahren beginnen. Dafür lädt er die Konfliktparteien schriftlich zu einem Gespräch ein. Ort und Uhrzeit gibt er an. Erscheint man bei dem Gespräch nicht, ist ein Ordnungsgeld von maximal 75 Euro fällig. „Das war aber bisher nie der Fall“, bezeugte er. Zwei bis maximal drei Fälle hat das Schiedsteam im Jahr. Seit 2005 sind insgesamt 25 Fälle zusammengekommen, in denen Schiedspersonen benötigt wurden. Bei vielen der Fälle konnte er erfolgreich vermitteln. „Es ist aber traurig, wenn man manchmal sieht, worüber sich Menschen streiten“, sagt er nachdenklich. Dennoch mache ihm sein Amt Spaß. Bis September 2018 wird Pfister sein Ehrenamt weitermachen, dann will er sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl aufstellen lassen. Schiedsperson kann nach Angaben des 73-Jährigen jeder werden. Besonders wichtig sei es dabei die Neutralität in den Vermittlungsgesprächen zu wahren.

Es gibt aber auch Ausnahmen: Nicht in das Amt berufen werden kann, wer aufgrund eines Richterspruchs die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt, wer wegen einer vorsätzlichen Tat zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt worden ist, wer in Vermögensverfall geraten ist und wer unter Betreuung mit Einwilligungsvorbehalt steht. Weitere Informationen zum Ehrenamt, den Anforderungen und Aufgaben gibt es beim Ordnungsamt der Stadt Bismark. Bei Interesse unter Telefon (03 90 89) 976-11 oder -40 melden oder eine Mail an ordnungsamt@stadt-bismark.de schreiben.

Von Marilena Berlan

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