Ein Pflaster soll nicht mehr reichen

Zufahrt Autobahn: Ortsdurchfahrt Meßdorf erhält weitere Vitaminspritze

Sehr alt dürfte das Pflaster im noch unsanierten Teil der Meßdorfer Ortsdurchfahrt noch nicht sein. Wer genau hinschaut, erkennt allerdings Dellen und Höhenunterschiede. Zudem scheinen die Gehwege bislang recht vergessen.
+
Sehr alt dürfte das Pflaster im noch unsanierten Teil der Meßdorfer Ortsdurchfahrt noch nicht sein. Wer genau hinschaut, erkennt allerdings Dellen und Höhenunterschiede. Zudem scheinen die Gehwege bislang recht vergessen.

Meßdorf – Irgendwann rumpelt es und die Fahrt wird lauter, wenn auch nicht unbedingt unangenehm. Wer sein Fahrzeug in die entgegengesetzte Richtung lenkt, erfährt den Übergang naturgemäß andersherum.

Die Ortsdurchfahrt (OD) in Meßdorf ist eine Mischung aus Neu und Alt, Asphalt und Pflaster.

Sie wird voraussichtlich von Juli bis Oktober weiter grundhaft ausgebaut. Die Landesstraße 13 ist vor allem eine wichtige Verkehrsanbindung hinein in den Raum Osterburg. Bei den Verkehrsplanern hat die Piste Gewicht – und bekommt weiteres dazu. „Die L 13 dient perspektivisch als Zubringer zur Autobahn 14“, weiß Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Bismark.

Im Sommer vor fünf Jahren fiel der Startschuss für den ersten Bauabschnitt. Nun geht es weiter. Eine Straße ohne Rang und die beschriebene wachsende Aufgabe könnte womöglich noch gut ein paar Jahre in diesem Zustand den Verkehr tragen. Doch so scheint die Einschätzung aus dem Bismarker Rathaus wegweisend: „Der letzte Teil der Ortsdurchfahrt ist mit Kopfsteinpflaster befestigt. Es gibt Verwerfungen in der Fahrbahn.“ Auch die Gehwege und der Regenwasserkanal seien erneuerungsbedürftig. Die Planungen sind abgeschlossen. Gegenwärtig werden die Ausschreibungsunterlagen erarbeitet. Die Arbeiter dürften wie vorgesehen im Hochsommer anrücken.

Eine sogenannte OD-Vereinbarung, üblich für solche Gemeinschaftsprojekte, ist abgeschlossen. Land, Wasserverband und Kommune ziehen für das Vorhaben an einem Strang und kümmern sich um ihren Teil die Aufgabenliste. Das Land sei nicht zuletzt für den grundhaften Ausbau der Fahrbahn sowie die Straßenabläufe zuständig, die Stadt für die Nebenanlagen samt Gehweg, Regenwasserkanal und Straßenbeleuchtung, heißt es auf Nachfrage der AZ weiter. Ein kombinierter Geh- und Radweg soll gänzlich neu entstehen. Im Klartext bedeutet das alles sicherlich auch: Die Straße durch die Bismarker Ortschaft soll für den Verkehr von und zur Altmark-Autobahn fit gemacht werden.

„Die finanziellen Voraussetzungen liegen bei allen Beteiligten vor“, informiert Schwarz, ohne in diesem Moment ins Detail zu gehen. Allein im aktuellen Haushalt der Stadt Bismark steht für das Projekt in dieser Ortschaft ein mittlerer sechsstelliger Betrag. Der erste Bauabschnitt, ebenfalls eine Gemeinschaftsaufgabe, kostete insgesamt circa eineinhalb Millionen Euro, die Stadt war mit 600 000 Euro dabei. Die von August 2015 bis Juni 2016 erneuerten 575 Meter reichen von der Kreuzung Schulstraße / Kirchsteig bis zum Ortsausgang nach Späningen. Die Straßenbaulast, wie die Verantwortlichkeit im Baurecht genannt wird, liegt damals wie heute bei der Landesstraßenbaubehörde.

VON MARCO HERTZFELD  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare