Arbeiter vor sportlicher Aufgabe

Zeit im Nacken: Klädener Turnhalle muss bis Jahresende erneuert sein

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Die Sporthalle in Kläden steht vor einem Umbruch. Das Objekt ist insgesamt 760 Quadratmeter groß. Die reine Sportfläche misst 440 Quadratmeter, was nicht ganz einer Einfeldhalle entspricht.

Kläden – Die Einheitsgemeinde hat es nun schwarz auf weiß, die Sporthalle in Kläden kann im großen Umfang erneuert werden. Der Bescheid der Investitionsbank liegt vor. Die erste Bauberatung dazu findet heute statt.

Die Aufgaben sollen rasch ausgeschrieben werden, die Handwerker so schnell wie möglich loslegen können.

Denn: Das Projekt muss möglichst am 31. Dezember abgeschlossen sein. „Ein enger Zeitplan. Es muss uns gelingen, diesen umzusetzen, ohne Wenn und Aber“, erläutert Bürgermeisterin Annegret Schwarz. Insgesamt werden rund 395.000 Euro in der Bismarker Ortschaft investiert.

Fachleute reden von einer energetischen Sanierung. Im Grunde wird das gesamte Gebäude modernisiert. Arbeiter erneuern Dach, Fassade, Fenster, Türen, Fußboden, Heizung und Beleuchtung. Die Halle werde zukünftig auch optisch besser ins gesamte Ensemble passen, ist die CDU-Frau überzeugt. Mehrgenerationenhaus mit Sitzungsraum, Teestube und Ferienwohnungen befinden sich gleich nebenan, dazu die 2018 weiter sanierte Kegelbahn. Die Kugel kann sogar bei Landes- und Bundeswettkämpfen rollen. Da sollte die Sporthalle, in der quasi alle Generationen unterwegs seien, ruhig an Klasse gewinnen.

Alle Hallen der Einheitsgemeinde seien mehr als ausgelastet, jeder investierte Euro zähle und der Neubau in Schinne (die AZ berichtete) sowieso. Sportstättensanierung sei kein Sprint, Politik und Verwaltung hätten sich ins Zeug gelegt. „Kläden ist neben Bismark, ob es jetzt alle hören wollen oder nicht, unser zweites Zentrum“, meint Schwarz. Die Ortschaft liege im Straßennetz recht zentral, der Bahnhaltepunkt sei endlich gesichert. Kläden verfüge über etliche Gewerbebetriebe und Vereine, sei vielleicht sogar das kulturelle Herz. „Mit dem Ensemble rund um den ehemaligen Sekundarschulstandort schaffen wir ein Mittelpunkt der Begegnung.“

Die Halle ist ein typisches DDR-Kind und in die Jahre gekommen. Sie wurde 1978 errichtet und ist somit 41 Jahre alt. All zu viel wurde bislang nicht unternommen, nun kann größeres Besteck angesetzt werden. Europäisches Geld hilft entscheidend, die Altmärker profitieren von Sachsen-Anhalts Förderprogramm Stark  III plus EFRE (regionale Entwicklung). Ursprünglich sollte es zwei Bauabschnitte geben, weiß Schwarz. Der besseren Chancen wegen goss die Leader-Gruppe Mittlere Altmark alles in einen neuen Antrag. Die Fördersumme beträgt fast 356.000 Euro, der Anteil der Kommune rund 39.600 Euro.

Die Klädener Turnhalle gehöre nicht allein den Sportlern, unterstreicht die Bürgermeisterin gegenüber der AZ. Schon traditionell stellen dort Züchter Kaninchen und Geflügel aus. Und immer wieder finden dort auch Kunstausstellungen statt. Die Sanierung der Halle ist das zweite Sportstättenprojekt innerhalb relativ kurzer Zeit in der Einheitsgemeinde. Auf dem Grundschulgelände in Schinne wird eine Turnhalle errichtet. Sachsen-Anhalt hat das Projekt auf die Prioritätenliste gehoben, Baustart soll in diesem Jahr sein. Stadt, Land und Bund ziehen an einem Strang. Insgesamt werden knapp 1,4 Millionen Euro in den Neubau gesteckt.

VON MARCO HERTZFELD

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