Stadt will Müllentsorgern das Durchkommen garantieren

Wohngebiet Kolk: Parkende Autos sorgen für Knatsch

Auf der Straße Am Kolk und angrenzenden Straße parken häufiger einmal Fahrzeuge. Das scheint nicht allen zu gefallen, es gibt Ärger. Der Ortschaftsrat will zuhören.
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Auf der Straße Am Kolk und angrenzenden Straße parken häufiger einmal Fahrzeuge. Das scheint nicht allen zu gefallen, es gibt Ärger. Der Ortschaftsrat will zuhören.

Bismark – Im Wohngebiet hinter dem Freibad in Bismark herrscht Aufregung. „Es gibt dort Anwohner, die finden es nicht sonderlich prickelnd, dass sie dort nicht mehr parken sollen. “ Einige Leute machten sich in der Einwohnerfragestunde im Ortschaftsrat Luft.

Ortsbürgermeisterin Ruth Rothe (Linke) will und kann sich noch nicht großartig dazu äußern. Es handelt sich um eine verkehrsberuhigte Zone, in der besondere Spielregeln herrschen. Irgendwie könne sie momentan beide Seiten verstehen. Möglichst schon im September soll es eine Anliegerversammlung geben. Natürlich sollen auch Ordnungsamt und Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde, dabei sein.

Es gehe nicht zuletzt um die Straße „Am Kolk“, den Weidenweg und den Lindenweg. Der verkehrsberuhigte Bereich sei vor etwa drei Jahrzehnten eingerichtet worden, erinnert sich Rothe auf Nachfrage der AZ. In derartigen Zonen ist das Parken nur auf eigens dafür gekennzeichneten Flächen zulässig, ausgenommen zum Ein- und Aussteigen beziehungsweise Be- und Entladen. Fahrzeuge dürfen nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Fußgänger dürfen die Straße in ihrer ganzen Breite benutzen, Kinderspiele sind überall erlaubt. Dies und mehr schreiben Straßenverkehrsordnung und weiteres Regelwerk vor. Umgangssprachlich werden diese Bereiche auch oft nur einfach Spielstraße genannt.

„Egal, wie lange etwas schon gemacht wird oder nicht, egal, wie lange es der eine in Ordnung findet und der andere nicht, irgendwann stößt es eben auf.“ Beschwerden gebe es allerdings gerade von den Abfallunternehmen. Eine Kommune müsse dann natürlich irgendwie reagieren. „Die großen Müllfahrzeuge haben in diesen nicht sonderlich breiten Straßen eh so ihre Herausforderungen. Die Tonnen zwischen Autos hindurch zu bewegen, macht alles nicht einfacher und sorgt für Unmut“, umschreibt Rothe im Gespräch mit der AZ eine Konfliktlinie. Sie wolle sich natürlich selbst noch ein Bild von der Situation im Wohngebiet machen und weiter informieren, was seit wann genau und in welcher Konsequenz nicht mehr möglich ist oder möglich sein soll. VON MARCO HERTZFELD 

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