1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Bismark

Uhr für neue Leader-Strategie tickt

Erstellt:

Von: Lisa Maria Krause

Kommentare

Verena Schlüsselburg macht ein Foto vom sanierten Altar der Schönfelder Gutskirche.
Projekte fördern wird der neue Leader-Verein frühestens ab Jahresanfang 2023. Bis dahin muss noch vieles geschafft werden. In der letzten Förderperiode wurden einige Projekte wie die Schönfelder Gutskirche umgesetzt. © Lisa Maria Krause

Ein wichtiger Schritt ist geschafft und der neue Leader-Verein „Mittlere Altmark“ ist gegründet. Aber wie geht es nun weiter?

Bismark/Altmark - Offiziell nimmt der Verein seine Arbeit ab 2023 auf, aber bis dahin ist noch viel zu tun. Und viel Zeit bleibt nicht, wie der erste Vorsitzende des neuen Vereins, Karsten Rottstädt, zugibt. „Geplant ist, bis zum 1. August fristgemäß die Entwicklungsstrategie einzureichen.“

Nur wenig mehr als einen Monat haben der Vorstand und die Mitglieder dafür Zeit. Laut eigener Aussage arbeitet Rottstädt intensiv daran, diesen Stichtag einzuhalten. Schließlich gebe es den gleichnamigen Vorgänger, der hervorragende Arbeit geleitet habe. „Das sind große Schuhe und da wollen wir auch reinpassen“, sagt Rottstädt.

Für die sogenannte Strategie für die lokale Entwicklung (LES) müssen verschiedenste Akteure an einen Tisch geholt werden. Dazu gehören Unternehmen, Verwaltungen, Vereine, Einrichtungen, aber auch Partner aus der Wirtschaft und dem sozialen Bereich. Wichtig ist auch das Unternehmen „Land und Leute“. Rottstädt versucht, Kontakt zu diesem aufzunehmen, habe aber noch keine Rückmeldung.

„Es ist alles ein bisschen sehr spät“, schätzt der Vorsitzende ein. Er plant eine Vorstandssitzung, bei der auch noch offene Fragen wie die Festlegung der Mitgliedsbeiträge aus der Gründungssitzung geklärt werden sollen, für den 13. Juli. Ob dieser Termin tatsächlich eingehalten werden kann, hängt davon ab, ob die Mitglieder Zeit haben und ob alle Vorarbeiten erledigt sind.

Er bemüht sich, dass dann auch alles entsprechend vorliegt, teilt Rottstädt der AZ mit. Die meisten Mitglieder des Vorstandes würden diese Position allerdings ehrenamtlich neben ihrer Arbeit übernehmen, weswegen es schwierig sein könnte, sie alle an einem Tag zu versammeln.

Für die LES muss einiges festgelegt werden. Am wichtigsten erscheint die Einordnung des genauen Gebiets, das laut dem Wettbewerbsaufruf möglichst homogen sein sollte. Außerdem müssen die besonderen Merkmale, Chancen und Interessen des Gebiets herausgearbeitet werden.

Dazu kommen Strategien für die Auswahl von zu fördernden Projekten und die Berücksichtigung von bestehenden Entwicklungsstrategien der Mitglieder. Ein Beispiel für Letzteres ist das Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept, wie es derzeit in Bismark erarbeitet wird.

Zur fertigen Strategie müssen auch bereits erste Projekte vorliegen, die sofort angepackt werden können, sobald die Lokale Aktionsgruppe loslegt. Dazu kann er aber noch nichts sagen, erklärt Rottstädt. Bis Ende Oktober werden die abgegebenen Strategien geprüft und bewertet. Die Auswahl der genehmigten LES soll dann bis Ende des Jahres erfolgen.

Auch interessant

Kommentare