Klädener befürchten, dass die Schranken ständig geschlossen sind

Was, wenn das Gleis liegt?

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(Themenbild)

Kläden. Der Bahnübergang, an dem die Landesstraße 15 vor Kläden die Amerikalinie kreuzt, könnte zum Nadelöhr werden, wenn das geplante zweite Gleis der Amerikalinie in Betrieb geht.

Aus diesem Grund wünschen sich viele Bürger aus den umliegenden Orten den Bau einer Brücke.

Die L 15 ist die Hauptverbindung zwischen Stendal und Bismark. Auch Einsatzkräfte müssen diesen Weg unweigerlich nutzen. Sollte das zweite Gleis auf der Amerikalinie befahren werden, befürchten viele Bürger, dass die Schranken ständig geschlossen sind und das den Verkehr erheblich beeinträchtigt.

Ob diese Angst berechtigt ist, dazu will sich die Deutsche Bahn nicht äußern. Sie sei „nicht der richtige Ansprechpartner bezüglich des Baus einer Brücke für den Straßenverkehr“, teilte die Bahn auf eine Anfrage der AZ mit.

Gemäß Eisenbahnkreuzungsgesetz liege es in der Verantwortung des zuständigen Straßenbaulastträgers, „die Auswirkung der Schrankenschließzeiten auf den Verkehr und damit auch auf das Rettungs- und Notarztkonzept zu bewerten und dann gegebenenfalls an die Deutsche Bahn mit einem entsprechenden Verlangen nach Beseitigung des Bahnübergangs heranzutreten“, heißt es in dem Schreiben weiter. Die dann anfallenden Kosten dafür würden zwischen den sogenannten Kreuzungsbeteiligten aufgeteilt werden.

Konkrete Zahlen zu Schließzeiten könne die Bahn nicht nennen – das sei abängig vom jeweiligen Verkehr auf der Schiene.

Von Niels Troelenberg

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