Könnigdes Vize-Bürgermeister verärgert über verzögerten Breitbandausbau

Vize-Ortschef beklagt: „Zweckverband ist träge“

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Viele Bürger in der Einheitsgemeinde Bismark warten auf eine schnellere Internetverbindung. Der Ausbau des flächendeckenden Glasfasernetzes in der Altmark soll dem abhelfen. Fragt sich nur, wann die digitale Infrastruktur auch die kleinsten Dörfer erreicht. Foto: dpa

Könnigde. Eine schnelle Internetverbindung in Zeiten der Digitalisierung ist in der heutigen Gesellschaft unerlässlich und „mittlerweile auch ein wichtiges Kriterium bei der Suche nach einem neuen Wohnort“, wie Könnigdes Vize-Ortsbürgermeister Michael Raue im Gespräch mit der AZ deutlich macht.

Umso mehr störe es ihn, dass es diesbezüglich in seiner Ortschaft keine wirkliche Entwicklung in puncto „Breitbandausbau“ gebe.

Michael Raue

Könnigde als Ortsteil der Einheitsgemeinde Bismark sei Mitglied im Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) und gehöre dem Projektgebiet „Zwei“ an. Eine 60-prozentige Anschlussquote müsse in der Einheitsgemeinde erreicht werden, so Raue, um die Refinanzierung sicher zu stellen und als Erschließungsregion für den Zweckverband interessant zu sein. Der stellvertretende Bürgermeister bezweifelt allerdings, dass die 60 Prozent in der Einheitsgemeinde erreicht werden können, wenn die Telekom so präsent sei. „Die Telekom tritt massiv in unserem Gebiet auf, fängt an zu graben und verlegt ihre Anschlüsse. Der Anbieter macht was, ist vor Ort und erreicht die Bürger“, der Zweckverband sei im Vergleich „zu träge“ und informiere nicht die Bürger über den aktuellen Stand der Entwicklung.

„Ich bin nicht gegen den Zweckverband. Ganz im Gegenteil. Ich freue mich, dass unsere Gegend angeschlossen wird“, so Raue. Fragt sich eben nur wann.

In den Augen den Ortsbürgermeister und Stadtratmitgliedes müsse etwas getan werden. Raue setzt nun auf die Stadtverwaltung. Seine Idee: Eine Umfrage im Mitteilungsblatt der Einheitsgemeinde soll feststellen, wie viele Haushalte im Gebiet am Glasfaser-Internet Interesse haben. Zeichne sich eine 60-prozentige Quote ab, will Raue dem ZBA diese „Vorakquise“ vorlegen, um das Interesse der Einheitsgemeinde am Breitbandausbau zu unterstreichen und diesen eventuell damit vorantreiben zu können.

Von Marilena Berlan

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