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Uelzena will Altmark-Käse regional vermarkten

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Von: Lisa Maria Krause

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Die Präsentation mit einer Abbildung von Verpackungen mit einer Kuh darauf.
Die Uelzena will nun Käse aus der Altmark-Käserei in Bismark regional vermarkten. Die Landwirtin und der Uelzena-Mitarbeiter, die im Logo die Hände schütteln, heißen als Platzhalter Lisa und Jan. © Lisa Maria Krause

Die Uelzena Gruppe erholt sich von der Pandemie. Das scheint das Resümee der Entwicklungsbilanz 2021/22 zu sein. Es gibt Umsatzsprünge in fast allen Bereichen, berichtete Hauptgeschäftsführer Jörn Dwehus bei der Generalversammlung, die an der Altmark-Käserei in Bismark abgehalten wurde.

Bismark/Uelzen - Uelzena plant eine bessere Vermarktung von altmärkischem Käse. Bei der späteren Neubesetzung von drei Positionen im Aufsichtsrat kam auch ein Meßdorfer Landwirt zum Zug.

„Dieser Standort ist der wichtigste Milchstandort der Uelzena Gruppe mittlerweile“, erklärte Dwehus zu dem Bismarker Betrieb. Allein 2021 seien dort etwa 32 Tonnen Käse hergestellt worden. Allgemein habe es in vielen Bereichen der Uelzena von 2020 auf 2021 Steigerungen gegeben. So wurde fast zwei Prozent mehr Rohmilch eingefahren. „Es ist festzustellen: Die Suppe wird dünner“, sagte Dwehus über den abnehmenden Fett- und Eiweißgehalt in der Milch.

Der Käse habe konsequent die höchste Auslastung, während Milchpulver zunächst aufgrund der Pandemie zunahm und dann 2021 zurückging. Gute Nachrichten gab es zu dem „Sorgenkind Instantgetränk“. Dieses habe 2021 wieder angezogen.

„Der Auszahlungspreis ist nicht da, wo wir es gerne hätten.“ Dafür konnte das Unternehmen dennoch mehr Geld als zuvor an die Landwirte auszahlen. Mit Stand von Juni liege der Wert bei 54 Cent. Dabei ist aber zu bedenken, dass auch die Betriebsmittel für die Landwirte stark gestiegen sind, mahnte Dwehus.

Eine Ankündigung hatte der Geschäftsführer für die altmärkischen Milchbauern, die sich zuvor ärgerten, dass sie ihren Käse nicht regional vermarkteten. Die Uelzena will eine altmärkische Käsemarke einführen. Bei der Versammlung präsentierte Dwehus einen Entwurf der Verpackung für Gouda und Edamer, die im Logo eine Landwirtin und einen Uelzena-Mitarbeiter händeschüttelnd zeigt. Unter den Mitgliedern soll abgestimmt werden, wie die beiden heißen sollen.

Bei der Versammlung wurden auch drei Vertreter in den Aufsichtsrat gewählt für Mitglieder, die turnusmäßig ausschieden. Axel Tiemann und Carsten Dahmke wurden wiedergewählt, während Hans-Walter Lemme altersbedingt nicht wieder antreten durfte. Seinen Platz im Aufsichtsrat übernimmt nun Axel Tinneberg aus Meßdorf.

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