Käthener möchte beim „Ersten Altmark-DJ Meeting“ Erfahrung austauschen

Über 2500 DJ-Einsätze

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Anfang der 1980er Jahre fing Frank Krüger an, Platten aufzulegen und Musik für Feierwillige zu bieten. Nun möchte der Bauleiter aus Käthen seine Erfahrung mit anderen, jungen DJs aus der Region teilen.

Käthen. „Die Spielerlaubnis ist mit der Auflage verbunden, regelmäßig an Qualifizierungsveranstaltungen teilzunehmen und einen Nachweis darüber zu führen“, ist auf der „Staatlichen Spielerlaubnis“ zu lesen, die Frank Krüger zum Ende des Jahres 1988 unter anderem ausgestellt bekam.

„Damals musste man als DJ das, was man auflegen wollte, bewilligen lassen“, erinnert sich der Bauleiter aus Käthen, der Anfang der 1980er Jahre damit begann, Musik auf großen und kleinen Veranstaltungen aufzulegen.

Was die Feierwilligen aktuell zu hören bekommen, bestimmen heutzutage andere Gesetzmäßigkeiten. Die Mitglieder des Discjockey-Verbandes, in dem Krüger aktiv ist, tauschen sich regelmäßig aus und bestimmen somit auch, welcher Künstler angesagt ist. Aber natürlich auch die Publikumswünsche, die je nach Zustand der Gäste variieren, spielen eine wichtige Rolle.

Der Mann mit Tontechnikerausbildung hat in den vergangenen Jahrzehnten viel Erfahrung gesammelt. Schätzungweise 2500 Einsätze als DJ hat er absolviert. Tausende Menschen dabei in Bewegung gebracht.

Diese Erfahrungswerte möchte Krüger nun beim „Ersten Altmark-DJ Meeting“ am Sonntag, 21. Februar, weitergeben. Von 18 bis 21 Uhr sollen sich Musikschaffende aus der Region im „Wahrburger Krug“ in Stendal über die Szene in der Altmark oder auch über rechtliche Grundlagen und GEMA-Problematiken austauschen können. Und der Frage nachgehen, ob sich manch junger Kollege nicht zu sehr unter Wert verkauft.

Auch die mögliche Zusammenarbeit soll dabei ausgelotet werden. „Technik ist teuer, vielleicht können wir uns Einkaufsvorteile verschaffen“, so die Idee. Krüger selbst zählt Einsätze auf Kreuzfahrtschiffen, Motorradtreffen, aber auch die Zusammenarbeit mit namhaften Künstlern zu seiner bewegten Vergangenheit als Discjockey. Bis Anfang der 1990er Jahre nutzte er übrigens noch Vinyl-Schallplatten. „2002 habe ich meine Plattenspieler verkauft“. Die Arbeit hat die Digitalisierung auf jeden Fall deutlich leichter gemacht, auch, wenn die Auftritte weniger geworden sind.

Von Alexander Postolache

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