Vereinsvorsitzende verweist an Ordnungsamt

Tierschützerin lobt Zusammenarbeit mit Bismarker Verwaltung

Feuerwehr rettet Katze in Xanten
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Der Stendaler Tierschutzverein kümmert sich auch um Bismarker Streuner, die in Bäumen feststecken. Vorsitzende Susanne Wieske weist darauf hin, dass auch sie zuerst beim Ordnungsamt gemeldet werden sollten.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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 „In Bismark ist das so eine Sache“, beginnt Susanne Wieske, Vorsitzende des Altmärkischen Tierschutzvereins Kreis Stendal, recht zögerlich, als die AZ sie nach den freilaufenden Tieren in der Einheitsgemeinde fragt.

Bismark/Stendal - Die Lage vor Ort sei schwer einzuschätzen. Es gebe keine genauen Zahlen, aber auch keine großen Hürden. Eins kann sie Bismark immerhin bescheinigen: „Die Zusammenarbeit funktioniert gut.“

Die Mithilfe von Anwohnern, die herumlaufende Haustiere an den Verein, der das Tierheim in Borstel leitet, melden, laufe gut. „Das Ordnungsamt ist dort hinterher. Falls sie können, übernehmen sie auch die Sicherung vor Ort“, schätzt die Vorsitzende ein. Sicherung heißt das Annähern an und Einfangen von Streunern, die dann von den Vereinsmitgliedern abgeholt und ins Tierheim gebracht werden können.

Ein negatives Zeugnis kann Wieske der Einheitsgemeinde keinesfalls ausstellen. „In Bismark hält es sich in Grenzen. Es gibt Bereiche im Landkreis, da ist es krass, zum Beispiel Tangerhütte.“ Der Raum Bismark sei nie so auffällig gewesen mit beispielsweise vielen streunenden Katzen. Der Verein betreut den gesamten Landkreis Stendal mit Ausnahme der Verbandsgemeinde Seehausen. Gerade der ländliche Raum sei so groß, dass die Tierschützer auf die Beobachtungen und Angaben von Anwohnern angewiesen seien. Jemanden Zuständigen direkt vor Ort gebe es in Bismark nicht. „Wir haben keine Art Patroullien.“ Aber oft kennen die ehrenamtlichen Helfer privat Menschen vor Ort, die zumindest im ersten Moment helfen könnten.

„Gerade die Problematik frei lebende Katzen ist dieses Jahr wieder extrem hoch“, betonte Wieske (AZ berichtete). Umso wichtiger also, dass sich jemand den Tieren nähert, der ihnen vertraut sei. „Katzen sind nicht dumm. Sie sind äußerst vorsichtig.“ Menschen, denen streunende Katzen auffallen, sollten anrufen und diese melden. Allerdings hat die Vereinsvorsitzende auch eine Bitte: „Viele rufen im Heim an. Sie sollen bitte auch beim Ordnungsamt anrufen.“ Dieses sei für das Melden und Sichern zuständig, damit die Kosten ordentlich abgerechnet würden. Natürlich seien mit einem vorherigen Anruf bei ihnen die Tierschützer bereits gut informiert und könnten nach der Meldung vom Ordnungsamt gezielt losfahren. „So sind wir vorbereitet auf das Tier. Das ist nicht verkehrt.“ Mit möglichst vielen Informationen müssten die ehrenamtlichen Helfer nicht nur in der Hoffnung, das Tier zu finden, hinfahren.

„Bei einer Katze im Baum muss die Feuerwehr gerufen werden, die eine Rechnung ausstellt“, erklärt Wieske. Auch da würden Leute oft sagen, dass sie selbst bei der Feuerwehr anrufen könnten. „Bitte gehen sie über das Ordnungsamt“, betont die Vorsitzende, denn sonst müssten die Anwohner die Rechnung zahlen.

In dem Zusammenhang möchte die Vorsitzende der Stendaler Tierschützer noch mit einem Missverständnis aufräumen: „Viele denken, dass der Tierschutz massig Gelder kriegt. Das stimmt nicht.“ Tatsächlich hätten sie viele gesetzliche Vorschriften einzuhalten. Wenn jemand direkt bei ihnen anrufe, sei es nicht so, dass sie das Tier nicht holen wollen würden. „Wir dürfen die Mitarbeiter nicht vergessen. Sie müssen auch bezahlt werden.“ Das treffe jedes Heim und jeden Tierschutzverein.

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