Ausfahrt und Wettkämpfe auch im Coronajahr

Ein Stück Freiheit mit der Ost-Marke: Simson-Freunde treffen sich in Möllenbeck

Sehen und gesehen werden: Die gemeinsame Ausfahrt der Fahrer von Simson und anderen Marken ist fester Bestandteil der Zusammenkunft im Dobberkauer Ortsteil.
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Sehen und gesehen werden: Die gemeinsame Ausfahrt der Fahrer von Simson und anderen Marken ist fester Bestandteil der Zusammenkunft im Dobberkauer Ortsteil.

Möllenbeck – Ein idyllisches Plätzchen gab dem fünften Simson-Treffen in Möllenbeck eine Kulisse. Das Freibad ist eingebettet in einen Wald nahe dem Ort und lädt zum Badespaß ein. An diesem Tag rückte das Wasser in den Hintergrund und machte den Simson-Fans Platz.

Obwohl die Ur-Idee zum Simson-Treffen eigentlich gewesen sei, das Waldbad bekannter zu machen, sagte Lars Reimann, Vizevorsitzender des Waldbad-Fördervereins. Die Ost-Kult-Marke „Simson“ gehöre noch immer zum Straßenbild und erfreue sich immer mehr junger Fahrer, so auch der Eindruck an diesem Tag in Möllenbeck.

Wichtig sei es aber auch, das Gefühl für das Kult-Zweirad aus Suhl zu leben und weiterzutragen. Weitertragen an die nächste Generation, dafür sorgten einige Papas, die ihre Sprösslinge, natürlich sicher mit Helm, dabei hatten. Ungefähr 200 Mopeds heulten pünktlich um 14 Uhr auf, als Organisator Reimann zur Ausfahrt nach Bismark aufrief. Benzingeruch der Zweitakter lag in der Luft und lockte Fans sowie Badegäste an den Zaun des Waldbades.

Um jede Sekunde wird gekämpft. Das Zeitfahren ist einer von mehreren Wettkämpfen an diesem Tag.

Zurück von der Ausfahrt wurden die Zweirad-Oldtimer von den Schaulustigen begrüßt und mit Kameras oder per Handy festgehalten. Während sich die Mopedfahrer stärkten, hielt Reimann nach Kandidaten zur Wahl der „Simson of the Day“ Ausschau. Neben dieser Wahl gab es eine Zeitfahrt. Hier wurden fünf Zweier-Teams ins Rennen um Geschicklichkeit und Schnelligkeit geschickt. Es galt für jedes Team vier Staffelstäbe von vier verschiedenen Punkten aus der näheren Umgebung zu holen.

Start war das Waldbad. Dort rannten die Teilnehmer zu ihren fahrbaren Untersätzen und schossen über den anliegenden Acker zu den Zielen. Am Waldbad angekommen, sprinteten die Männer zum Anfangspunkt. Otto Steffens aus Poritz und Jan Schlüter aus Badingen ergatterten sich die beliebten limitierten T-Shirts mit dem Logo des fünften Möllenbecker Simson-Treffens.

Im Anschluss folgte die Wahl der „Simson of the Day“, hier war das Publikum für Vorschläge gefragt. Andy Möller aus Bismark gewann mit der Tarnoptik seines DDR-Mopeds den Titel. Gejubelt wurde im Team, die Bismarker waren zahlenmäßig die stärkste Truppe und erhielten Pommes vom Veranstalter. Die älteste Simson kam an diesem Tag aus Kalbe/ Milde. Fahrer und Maschine seien Baujahr 1963, verriet Torsten Cyris. Viktoria, Tochter des Organisators, wartete mit der jüngsten Fahrerlaubnis auf. Sie erhielt diese am 3. Juli dieses Jahres und ergatterte einen Gutschein.

Die Simson-Freunde kamen nicht nur aus der Altmark, sondern auch darüber hinaus. Die weiteste Anfahrt hatte Andreas Lemke aus Halle/Saale. Das Organisationsteam um Reimann habe einen guten Job gemacht, hieß es von allen Seiten. Die Corona-Bestimmungen waren natürlich zu beachten. Alle Einnahmen des fünften Simson-Treffens gehen an den Förderverein des Waldbades Möllenbeck / Dobberkau.

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