Freizeit gestalten mit Sozialarbeiter Johannes Petereit

Streetworker fährt von Dorf zu Dorf

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Johannes Petereit (24) ist gelernter Erzieher. Seit Januar arbeitet er über den Stendaler Verein für Straffälligenbetreuung und Bewährungshilfe als Streetworker auf dem Land.

Steinfeld. Mit einem Auto voller Bastel- und Spielsachen sowie Sportequipment fährt Johannes Petereit durch Bismarks Ortschaften. Sein Ziel ist es, die Freizeit von Kindern und Jugendlichen zu gestalten und sie mit verschiedenen Angeboten zu beschäftigen.

Das Projekt heißt „Ländliches Streetwork“ und wird vom Verein für Straffälligenbetreuung und Bewährungshilfe in Stendal angeboten, in dem der 24-Jährige seit Anfang Januar dieses Jahr als Sozialarbeiter angestellt ist.

Petereit ist gelernter Erzieher. Er hat im Sommer 2015 seinen Abschluss gemacht und bereits in verschiedenen Einrichtungen gearbeitet, darunter in der Jugendwerkstatt Hindenburg des Diakoniewerks Osterburg. Dort habe er, wie er im Gespräch mit der AZ sagt, eine Teenie-Gruppe betreut. Mit den Jugendlichen habe er unter anderem Hausaufgaben gemacht oder Sport in der Turnhalle. Eben all das, worauf die Jugendlichen Lust hatten, erklärt er. Gebürtig ist der 24-jährige Altmärker in Arnim. In seiner Freizeit trifft er sich gern mit Freunden, geht angeln und hört Musik.

Am Dienstagabend hat er das Projekt „Ländliches Streetwork“ – Petereit sieht sich allerdings nicht als Streetworker, eher als Sozialarbeiter, wie er der AZ sagt – den Mitglidern des Ortschaftsrats in Steinfeld vorgestellt, die großes Interesse an seiner Arbeit gezeigt haben. Dafür wurde er im Vorfeld von Ortsbürgermeisterin Kordula Stephan in die Sitzung eingeladen. In den Ortschaften Späningen (montags von 14 bis 18 Uhr im Sportlerheim), Grävenitz (dienstags 15 bis 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus), Schorstedt (donnerstags 15 bis 19 Uhr im Sportlerheim) und Kläden (freitags 14 bis 17 Uhr in der Sporthalle) kann er das Projekt bereits umsetzen. Sein Angebot komme bei den Kindern gut an, berichtet der Sozialarbeiter. Nun hofft er, dass er immer mittwochs von 15 bis 19 Uhr auch im Steinfelder Dorfgemeinschaftshaus mit Kindern und Jugendlichen zusammenarbeiten kann. Das Dorfgemeinschaftshaus mit dem Volleyballfeld und der großen Freifläche würde sich dafür anbieten. Das denken auch Steinfelds Ortsräte. Jetzt brauche er nur noch grünes Licht von der Stadt, dann könne er schon kommenden Mittwoch starten. Die AZ wird das Angebot rechtzeitig ankündigen.

Von Marilena Berlan

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