Ergebnisse „Bismark 2025“ am 30. Januar / Diskussionsrunden geplant

Strategien mit Bürgern gemeinsam entwickeln

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Bismark. Die Bevölkerung altert immer mehr und wird bis zum Jahr 2025 noch um weitere 22 Prozent abnehmen. Diesem demografischen Wandel soll die Anpassungsstrategie „Bismark 2025“ entgegenwirken.

Und sollte sich in einem Jahrzehnt die Zahl der Kinder nahezu halbieren, so müsse dies auch Konsequenzen für die Anzahl der Kindereinrichtungen in der Region haben, machte Dr. Wolfgang Bock jetzt deutlich. Er leitet das Expertenteam, welches von der Einheitsgemeinde Stadt Bismark beauftragt wurde, die Gegebenheiten in der Region zu untersuchen. Einige Teilergebnisse waren schon in verschiedenen Ausschüssen und dem letzten Stadtrat vorgestellt worden. „Die Bundesregierung geht davon aus, dass man diese Entwicklung mit aktuellen politischen Entscheidungen nicht mehr verändern, sondern ihr nur noch Rechnung tragen kann“, so Bock. Da es ein allgemein anwendbares Muster für alle Kommunen nicht geben kann, müssen künftige Strategien für jede Region einzeln entwickelt und auf die Bedürfnisse zugeschnitten werden. Endgültige Ergebnisse soll es nun Ende Januar geben.

Dann nämlich werden die Untersuchungen für die Anpassungsstrategien der Einheitsgemeinde abgeschlossen sein und sollen am 30. Januar in Meßdorf bei einem Bürgerforum vorgestellt werden, das im Saal stattfinden wird. Dort soll es Raum für Diskussionen geben. Auch und vor allem mit den Bürgern, die bei diesem Termin ausdrücklich eingeladen und erwünscht sind, so Bock. „Wir betrachten den Abschluss der Arbeiten an der Anpassungsstrategie zugleich als Auftakt für die öffentliche Diskussion jener Fragen, die wir in den kommenden Jahren vorrangig angehen wollen. Dazu zählt die Zukunft der Infrastruktur für unsere Kinder ebenso wie die Rahmenbedingungen für ein attraktives Laben der Älteren“, so Einheitsgemeindebürgermeisterin Verena Schlüsselburg. Bock verdeutlicht, dass solche Strategien nur gemeinsam mit den Einwohnern entwickelt werden können. Deshalb sei es wichtig, von Anfang an mit den Betroffenen zu reden und ihnen die Umstände zu erklären, damit Anpassungsmaßnahmen besser akzeptiert werden können. Damit meint er unter anderem auch die eventuelle Anpassung bei der Anzahl der Kindereinrichtungen. Allerdings wird dies wohl auch nicht in nächster Zukunft passieren. Noch stimmt die Kinderzahl samt Auslastung von Kitas, Hort und Krippen.

Im nächsten Jahr soll damit begonnen werden, Diskussionsrunden mit Eltern, Erziehern und Lehrern ins Leben zu rufen, damit dort diese Themen offen besprochen werden können, erklärte die Bürgermeisterin. Auch sei die Zukunft des ländlichen Tourismus öffentlich zu erörtern. „Letztlich geht es darum, unsere Einheitsgemeinde auch bei sinkender und alternder Bevölkerung als wettbewerbsfähigen Standort für die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen zu erhalten“, sagte Schlüsselburg. Schrumpfung und Entwicklung schließen sich nicht aus. Es müssen nur intelligente Lösungen gefunden werden.

Von Bianca Lange

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