Wo der Storch Hoffnung symbolisiert

Der Storch symbolisiert in Weißrussland die Hoffnung, deshalb gehörte solch ein Lied zum musikalischen Programm.

bl Grassau. Das Wetter hatte der eigentlichen Planung einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch davon ließ sich niemand abschrecken. Das Sommerfest für die 18 Kinder aus Weißrussland, die sich auf Einladung des Vereins „Kinder von Tschernobyl“ derzeit in der Altmark erholen, wurde Montagnachmittag kurzerhand ins Grassauer Dorfgemeinschaftshaus verlegt.

Dort wartete auf die Jungen und Mädchen sowie ihre drei Betreuerinnen eine reichlich gedeckte Kuchentafel, wobei besonders die pink dekorierten Torten weggingen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Den Kuchen hatten die Klädener Frauen gebacken, die gemeinsam mit Kindern aus Grassau und Kläden ebenfalls an der langen Tafel Platz nahmen. „Es ist schade wegen dem Regen, aber wir machen das Beste draus“, erklärte Mitorganisatorin Renate Oesemann.

Als Dank für die Einladung hatten die weißrussischen Kinder ein kleines musikalisches Programm vorbereitet. Lieder in ihrer Muttersprache hallten in Begleitung des CD-Spielers durch den Raum, immer übersetzt von Betreuerin und gleichzeitiger Dolmetscherin Tamara. Mit weißen Flügeln zeigten und besangen vier Mädchen, dass der Storch in ihrer Heimat das Symbol der Hoffnung ist, denn „die Katastrophe ist passiert, es war sehr schlimm, aber das Leben muss weitergehen“, erklärte Tamara den anwesenden Gästen. Auch ein deutsches Lied wurde zu Gehör gebracht, auf der Melodie von „Von den blauen Bergen kommen wir“ sangen drei Jungs „Ich bin Ausländer und spreche nicht gut Deutsch“. Nach dem kulturellen Teil des Festes konnten sich sowohl die Besucher- als auch die einheimischen Kinder beim Dosenwerfen, Glücksrad oder Ringwurf amüsieren und da auch den einen oder anderen kleinen Preis in Empfang nehmen. Unter den Anfeuerungsrufen der Freunde, fiel Blechdose um Blechdose scheppernd zu Boden. Clown Tommy verteilte indes bunte Luftballonfiguren, die bei den Mädchen meist die Form von rosa Herzen annehmen sollten. Gemeinsam wurde bis in die Abendstunden gefeiert. Nach knapp dreieinhalb Wochen geht es am 10. Juli für die 18 zurück in die Heimat.

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