Mobile Impfaktion

Impfstart im Bismarker Pflegeheim jährt sich

Ein Fels mit dem Namen des Pflegeheims mit dem Eingangsbereich im Hintergrund.
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Das Bismarker Pflegeheim „Neue Heimat“ ist vor einem Jahr die erste Anlaufstelle der Impfaktion des Stendaler Landkreises.

„Das war eine tolle Geschichte“, findet Heimleiter Andreas Cosmar. Auf den Tag genau vor einem Jahr begann die Impfaktion im Landkreis Stendal. Und das ausgerechnet im Evangelischen Altenpflegeheim „Neue Heimat“.

Bismark - Warum gerade das Heim in Bismark ausgewählt wurde? „Wir hatten keinen Coronafall vorher“, erklärt Cosmar. Ähnlich sieht es auch nach zwei Jahren Corona-Pandemie in der „Neuen Heimat“ aus.

Um es genau zu nehmen: Einen Coronafall hatte es vor der Impfaktion bei einem Bewohner gegeben. Dieser hatte sich zu der Zeit aber nicht im Heim aufgehalten, wie Cosmar betont. Seitdem gab es vereinzelte Infektionen, aber keine weitere Ausbreitung innerhalb des Heims. Laut dem Leiter gab es bisher nur milde Verläufe.

Als die Grippewelle diesen November hochschwappte, war es das erste Mal, dass das Bismarker Pflegeheim eine Kontaktliste an das Gesundheitsamt weitergeben musste. Um die vielen Auflagen möglichst zu vereinfachen, arbeiten das Personal und die ehrenamtlichen Pförtner mit kleinen Zetteln, die wie Tickets für einen Tag funktionieren, und einer Liste für ständige Besucher, in der bereits alle wichtigen Daten vermerkt sind.

Seit der Aktion am 28. Dezember 2020, bei der 140 Personen geimpft wurden, schätzt der Heimleiter auf eine fast 100-prozentige Impfquote bei den Bewohnern, bei Angestellten auf etwa 90 Prozent. „Bisher ist keiner vom Impfen umgekommen“, berichtet Cosmar schmunzelnd von der ersten Impfaktion. Am besten hätten die Bewohner die Spritzen bewältigt. Das Personal klagte über Kopfschmerzen und solche an der Einstichstelle.

Einen Termin für Auffrischungsimpfungen beim Impfzentrum im September konnte Cosmar absagen, denn die zwei Ärzte, die einige Patienten in der „Neuen Heimat“ haben, übernahmen großteilig das Boostern. Das Stendaler Impfzentrum eröffnet fast ein Jahr nach der ersten Einrichtung in einer ehemaligen Kindertagesstätte nun erneut am 3. Januar im Berufsbildungswerk (AZ berichtete).

Dass alleinlebende ältere Menschen bei den mobilen Impfaktionen nun vergessen würden, weil manche Standorte wegfallen, sieht Cosmar nicht. „Eigentlich müssten die Hausärzte regelmäßige Hausbesuche machen“, erklärt der Heimleiter, dass diese das Impfen dann zu übernehmen hätten.

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