Kurzfristige Absage in der Rückhand

Steinfelder Bauernmarkt darf abgespeckt stattfinden

Der Erntewagen vom Steinfelder Bauernmarkt 2017.
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Rund um den Erntewagen auf dem Schützenplatz findet seit über 25 Jahren der Steinfelder Bauernmarkt statt. 2020 musste er abgesagt werden, dieses Jahr soll es in abgespeckter Form klappen.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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Nun ist es raus: Der Steinfelder Bauernmarkt findet statt. Wenn auch in abgespeckter Form, wie Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Bismark, mitteilt.

Steinfeld - „Wir tragen all unseren Optimismus sowie unser Organisationstalent zusammen. Ich habe ein starkes Team um mich und hoffe auf freiwillige Helfer“, erklärt sie.

Der Bismarker Stadtrat hatte im Juni entschieden, noch die nächste Verordnung abzuwarten, bevor entschieden werden sollte, ob das überregional bekannte Fest stattfinden kann oder nicht. Da hatte Schwarz bereits angemerkt, dass die Händler spätestens im August informiert werden müssten.

Mit der Verlängerung der Verordnung des Landes für August, die mit marginalen Änderungen die Regeln aus dem vergangenen Monat übernimmt, steht die Entscheidung nun fest. Die Händler würden aktuell von der Verwaltung benachrichtigt. „Trotz der steigenden Inzidenzzahlen und in der Hoffnung, dass diese wieder stagnieren, haben wir im Haus mit der Planung der Durchführung des Steinfelder Bauermarktes in einer ‘abgespeckten’ Version begonnen“, teilt die Bürgermeisterin mit und erklärt, was diese kleinere Ausführung beinhaltet: Nur zwei Drittel der üblichen etwa 200 Händler werden in diesem Jahr zugelassen und anders auf dem Gelände in Steinfeld verteilt, um Abstände einhalten zu können. Auch das Kulturangebot werde eingeschränkt und das „Bürgermeisterfrühstück“ falle aus. Ebenso darf die traditionelle Tierschau nicht stattfinden. Der Eintritt werde wie immer drei Euro kosten.

„Nach Rücksprache mit dem Landkreis ist für den Bauernmarkt – nach zurzeit geltender Verordnung – keine Testpflicht notwendig“, kann Schwarz beruhigen. Allerdings klingt wie bei vielen Veranstaltungen derzeit auch beim Steinfelder Bauernmarkt ein leises Aber mit: „Sofern sich die Coronalage weiterhin negativ entwickelt, erfolgt die Planung so, dass der Markt kurzfristig abgesagt werden kann.“

Denn sollte im Rahmen von Verordnungen oder Allgemeinverfügungen wieder eine Zugangsbeschränkung oder die „Drei G“-Regelung greifen, müsse der Bauernmarkt abgesagt werden. „Eine Testpflicht beziehungsweise Kontrolle zur Einhaltung der ‘Drei G’-Regelung lässt sich technisch und personell nicht umsetzen“, erklärt die Bürgermeisterin.

Der Bauernmarkt war 2020 aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden. Das Event zog in den vergangenen Jahren an nur einem Tag etwa 10 000 Besucher aus dem Landkreis und darüber hinaus sowie viele Händler aus dem ländlichen Raum nach Steinfeld. Ob es der nachgeholte 26. oder doch bereits der 27. Steinfelder Bauernmarkt wird, ist unklar. Auch nannte Schwarz noch kein festes Datum für die größte Bismarker Veranstaltung. Traditionell findet sie am letzten Wochenende im September statt. Damit würde das Fest am 25. September veranstaltet werden.

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