Landkreis favorisiert andere Lösung

Steinfelder Bahnübergang: Den Rettern eine Brücke bauen

Kreisstraße und Schienen kreuzen sich nahe Bahnhof im freien Feld. Stadt und Landkreis setzen auf eine Brücke dort und dass andere die Rechnung bezahlen.
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Kreisstraße und Schienen kreuzen sich nahe Bahnhof im freien Feld. Stadt und Landkreis setzen auf eine Brücke dort und dass andere die Rechnung bezahlen.

Steinfeld – Mit der Diskussion um eine mögliche Ortsumfahrung für Kläden richtet sich der Blick auch nach Steinfeld oder genauer: zum Bahnhof Steinfeld.

Nur einen Steinwurf entfernt von ihm befindet sich ein Bahnübergang, den einige ebenfalls am liebsten aufgelöst sehen wollen. „Der Landkreis hofft, dass die Deutsche Bahn AG nach der Untersuchung der Varianten einer Brücke für die Straße über die Bahn Vorrang einräumt“, teilt Stendals Kreissprecherin Angela Vogel auf Nachfrage der AZ mit. Ähnliche Signale sind auch schon aus dem Bismarker Rathaus zu vernehmen gewesen.

Zwischen Steinfeld und Kläden liegen vielleicht vier Kilometer, der Bahnhof und Bahnübergang Steinfeld sind nicht unmittelbar bei dieser Bismarker Ortschaft zu finden, sondern näher an Klein Möringen (Stendal). Für den Bahnübergang im Zuge der Kreisstraße 1047 werden drei Varianten untersucht. Erste: Ausbau des Übergangs, also dessen Erhalt. Zweite: eine Straßenüberführung an gleicher Stelle. Dritte: eine Straßenunterführung, die laut Vogel sehr teuer und daher unwahrscheinlich sei. Und noch einmal: Der Landkreis spricht sich für eine Brücke aus.

Zur Erinnerung: Die Bahn baut die Strecke Uelzen-Stendal zweigleisig aus, der Abschnitt Hohenwulsch bis Stendal wird derzeit geplant, die Arbeiter haben dann aller Voraussicht nach von 2025 bis 2028 ihr Tun. Mehr als doppelt so viele Züge wie bislang werden danach unterwegs sein. Der Landkreis schaut durchaus sorgenvoll auf Feuerwehr und Rettungsdienst, schließen sich doch dann auch für sie die Schranken weitaus häufiger. Vogel spricht von „spürbaren Auswirkungen auf die Einhaltung von Rettungsfristen“. Daher sollten klassische Bahnübergänge möglichst verschwinden und umgewandelt werden.

Welche Chancen eine Brücke nahe dem Bahnhof Steinfeld hat, bleibt abzuwarten. Im Bereich Kläden geht es gleich um drei Bahnübergänge, dort läuft einiges nicht zuletzt auf Brücke und Tunnel hinaus. Eine große Lösung, die Ortsumfahrung, scheint nicht ganz oben auf dem Zettel zu stehen, zumindest momentan nicht (die AZ berichtete). Und für Steinfeld noch wichtig: Der Bahnhof selbst soll wegen möglichen hohen Kosten im Zuge des Schienenausbaus und aktuell recht geringer Nutzerzahlen irgendwann um das Jahr 2025 geschlossen werden. Schon mit Ende 2021 will die Bahn die Stopps deutlich reduzieren. VON MARCO HERTZFELD 

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