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Steinfeld: Bäume fielen Verkehrssicherheit zum Opfer

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Von: Lisa Maria Krause

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Aufgeworfener Sand und gefällte Bäume des Wäldchens.
Auf Bitten der Landesstraßenbaubehörde hat der Besitzer des Waldes zwischen Steinfeld und dem Klädener Bahnübergang die Bäume gefällt. © Lisa Maria Krause

Die Fällung eines kleinen Wäldchens zwischen Steinfeld und dem Bahnübergang bei Kläden entlang der L 15 war dem Umweltamt des Landkreises im Vorfeld nicht bekannt. So berichtet es zumindest Pressesprecherin Jana Henning: „Dem Amt sind keine näheren Informationen zum Vorgang der Fällung bekannt. Ein entsprechender Antrag liegt nicht vor.“

Steinfeld/Kläden - Der Besitzer der Fläche erklärte nun auf AZ-Anfrage, dass das Abholzen aufgrund der Verkehrssicherheit erfolgte.

Eigentlich hätte Forstbesitzer Gerhard Graf die geplanten Fällungen im Voraus bei der Unteren Naturschutzbehörde melden müssen, wie Henning betont. Die Stendaler Behörde untersucht derzeit den Fall. Informiert wurde das Amt von Mitarbeitern des Sachgebiets Naturschutz und Forsten beim Umweltamt. Graf erklärte auf AZ-Anfrage den Grund für die Fällungen: „Es musste gefällt werden.“

Er habe jedes Jahr Schreiben von der Landesstraßenbaubehörde bekommen, dass er zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit fällen müsse. Aufgrund der jahrelangen Trockenheit hätten Bäume fallen können und das auf beiden Seiten, sowohl an der Straße als auch auf den straßenbegleitenden Radweg, der an dieser Stelle um das Wäldchen herumführt.

Die Fällungen seien schließlich in Absprache mit der Forstbetriebsgemeinschaft Bismark-Kläden erfolgt. Warum das Stendaler Umweltamt nicht informiert wurde, erklärt Graf nicht.

Nach seiner Einschätzung war etwa zwei Drittel des Baumbestandes des Waldes an der L 15 aufgrund der Trockenheit und anderer Einflüsse so krank, dass er hätte fallen können. Wann genau wieder aufgeforstet wird, kann der Forstbesitzer noch nicht sagen.

Dass es aber definitiv dazu kommen wird, betont er. „Ich muss ja erst aufräumen“, erklärt Graf und weist darauf hin, dass aufgrund der kürzlichen Sturmschäden in den Wäldern der Altmark viele Firmen mit den entsprechenden Gerätschaften derzeit ausgebucht sind.

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