„Es passt in unsere Strategie“

Statt Baumschule: Privater Investor will in Schernikau Wohnpark schaffen

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Halb versteckt lässt sich hinter den Ästen noch das Schild „Baumschule Rahmsdorf“ ausmachen. Auf dem Gelände konnten in Zukunft Wohneinheiten entstehen.

Schernikau –- Neuer Wohnraum könnte – so der Stadtrat seinen Segen gibt – in Schernikau entstehen. Ein privater Investor möchte an der Belkauer Straße auf dem Gelände der ehemaligen Baumschule Rahmsdorf einen Wohnpark schaffen. Bislang stehen die Ampeln auf Grün.

„Idee des Projekts ‘Wohnpark Baumschule’ ist es, der Landflucht entgegen zu wirken und junge Familien mit Kindern das stadtnahe Wohnen im Grünen zu ermöglichen“, schreibt der Investor Michael Badziong an die Einheitsgemeinde.

Im Standort sehe er großes Potenzial, nicht zuletzt durch die Lage unweit der Kreisstadt, die Möglichkeit der Kinderbetreuung im Ort und die Nähe zur entstehenden Autobahn A 14. Sechs Wohneinheiten könne sich der Belkauer vorstellen, die sowohl zur Miete, als auch als Eigentumswohnungen angeboten werden könnten.

Um das Projekt auch in die Tat umsetzen zu können, bedürfe es allerdings einer Ergänzungssatzung zur Einbeziehung der Außenbereichsflächen. Heißt: Das Grundstück benötigt Baurecht und müsste in den bebauten Ortsteil mit einbezogen werden.

Bau- und auch Hauptausschuss haben bereits grünes Licht gegeben. Der Ortschaftsrat Schernikau habe zwar noch nicht offiziell über das Projekt besprochen. Interne Gespräche hätten aber zeigt, dass das Gremium dem positiv gegenüber steht, erklärte ein Ratsmitglied am Dienstag dem Hauptausschuss. „Es passt in unsere Strategie, Wohnraum zu schaffen“, bekräftigt Einheitsgemeindebürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU). Der Stadtrat berät darüber am Mittwoch, 20. November.

Der Investor habe bereits einen Vororttermin mit dem Eigentümer absolviert, teilt der Belkauer dem Gremium weiterhin mit. Aufgrund der jahrelangen Bepflanzung und Nutzung als Baumschule, sei nicht davon auszugehen, dass der Boden durch Altlasten belastet wäre. Der Gebäudekomplex sei zwar in üblicher DDR-Bauweise und mit Asbestplatten eingedeckt, ein Angebot für die fachgerechte Entsorgung liege allerdings bereits vor.

VON LAURA KÜHN

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