Eine Welle an Arbeit rollt auf

Stadt lässt Waldbad in Möllenbeck ab September modernisieren

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Jede Menge Arbeit steht an. Beim üblichen Anstrich im Mai bleibt es 2019 nicht.

Möllenbeck – Ende September, der letzte Gast ist längst gegangen, lässt die Stadt im Waldbad Möllenbeck zum Rundumschlag ausholen. „Die Maßnahmen befinden sich derzeit in der Ausschreibungsphase“, teilt Annegret Schwarz mit.

Die Liste für die Handwerker ist durchaus beachtlich: Die Oberfläche des Beckens wird behandelt und neu ausgekleidet, es soll möglichst kein Tropfen mehr nach unten verschenkt werden.

Arbeiter modernisieren Filteranlage und Pumpentechnik, Energie soll eingespart werden. Dafür und mehr investiert die Einheitsgemeinde satte 235 000 Euro, etwa 171 000 Euro davon sind Fördermittel. Ein klares Bekenntnis zur Freizeitstätte, findet die Bürgermeisterin.

Erste Arbeiten hat es im April gegeben.

70 Jahre Waldbad sind im Juni gefeiert worden. Zum Jubiläum wurden die Spielgeräte auf dem Gelände erneuert. Ein Spielgerät im Becken für Kleinkinder ist bis August installiert worden. Die Badesaison neigt sich nun allmählich dem Ende zu. Das Stadtoberhaupt hofft, dass die Witterungsverhältnisse auch danach mitspielen und der Zeitplan eingehalten werden kann. Für manchen Badegast vielleicht mit am wichtigsten: Ein Imbiss-Pavillon und eine überdachte Sitzfläche werden errichtet. „Der Pavillon soll die Bedingungen für einen externen Versorger verbessern und somit die gastronomische Grundversorgung im Bad sichern. Dies bereichert das Angebot vor Ort und somit die Attraktivität des Waldbades.“

Alle Arbeiten sollen rechtzeitig zur Saison, die traditionell im Mai startet, abgeschlossen sein. Schon in diesem Jahr hatten Badefreunde kräftig die Daumen drücken müssen, um wie geplant ins Wasser springen zu können. Die Stadt ließ schon einmal erste Leitungen reparieren, bereits seit längerer Zeit geht immer wieder einmal Wasser verloren. 50 000 Euro waren für diese Arbeiten eingeplant. Hinzu kommen vor jedem Saisonstart ganz normale Aufgaben: die Technik muss gewartet, die Badechemie dosiert, das Becken gestrichen, das Sozialgebäude vorbereitet und die Außenanlage gepflegt werden. Der Zeitplan hielt, die Saison begann am 18. Mai. Auch im Rathaus in Bismark atmete man auf.

Ende Juli wurde der 7000. Besucher in Möllenbeck begrüßt. Im vergangenen Jahr waren es am Ende 11 741. Wie die Bilanz für die aktuelle Saison ausfällt, bleibt abzuwarten. Noch treibt das sommerliche Wetter zahlreiche Gäste in die Freizeitstätte. „Der Stadt ist es wichtig, das Freibad langfristig als Freizeitangebot für die Bürger der Einheitsgemeinde sowie überregional aufrechtzuerhalten.“ Schwarz lobt gegenüber der AZ den Förderverein der Einrichtung und die Wasserwacht nicht zuletzt für eine Reihe attraktiver Veranstaltungen in der Badesaison. Und: „Durch die Schwimmkurse im Freibad wird auch ein Beitrag gegen die steigende Zahl der Nichtschwimmer geleistet“, ist die Christdemokratin überzeugt.

Allgemein befinde sich die Freizeitstätte im Dobberkauer Ortsteil in einem ordentlichen Zustand. Die Technik, vor etwa zwei Jahrzehnten installiert, funktioniere, weise eben nur Schwächen auf. Den Herausforderungen müsse sich die öffentliche Hand stellen, hatte das Stadtoberhaupt der AZ schon einmal im April gesagt. Die Einheitsgemeinde Bismark könne sogar zwei Freibäder vorweisen, heutzutage alles andere als selbstverständlich, meint sie. In das Naturbad Kolk in der Kernstadt sei bereits eine Menge Geld geflossen, erinnert Schwarz, ohne eine Gesamtsumme nennen zu können. Die Herausforderungen dort sind seit den Trockenjahren anderer Natur, der Kolk verliert an Wasser, der Pegel ist immer wieder einmal ziemlich niedrig.

VON MARCO HERTZFELD 

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