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Stadt Bismark: 54 Vandalismus-Fälle von 2019 bis heute

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Von: Lisa Maria Krause

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Umgeworfene Bänke, die zuvor befestigt waren, und ein gebrochenes Bein an einer Bank.
Im März wurde auf dem Gelände der Bismarker Sekundarschule an der Karl-Marx-Straße randaliert. Vandalismus ist in der Kernstadt der Einheitsgemeinde keine Seltenheit. © Polizei

Immer wieder kommt es zu Zerstörungen und Graffiti in Bismark. Zunehmend unzufrieden sind die Anwohner und die Verwaltung. Über die vergangenen drei Jahre kamen 48 bekannte Fälle von Vandalismus in der Kernstadt der Einheitsgemeinde zusammen, wie Dirk Marscheider, Hauptkommissar des Polizeireviers Stendal, auf AZ-Anfrage mitteilt.

Bismark - Sechs Weitere kamen bisher 2022 hinzu. Die Form des Vandalismus stellt sich sehr unterschiedlich dar.

„Die einzelnen Delikte wurden aus dem Gesamtbestand der einzelnen Jahre ausgezählt unter Berücksichtigung des Abzugs der ‘auswärtigen’ Ortsteile“, erklärt Marscheider die Daten näher. Von 2019 bis 2021 nahm die Anzahl der der Polizei bekannten Vorfälle ab, von 23 über 15 bis zu 10 Delikte in diesen Jahren. Die Abschlüsse der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden in dieser Form zur Entscheidung an die zuständige Staatsanwaltschaft abgegeben.

Für den ländlichen Raum ist die Anzahl der Vandalismusfälle in Bismark eher wenig, schätzt Marscheider aus 25 Jahren Erfahrung heraus ein. Der „Streifenbereich“ mit Seehausen sei am wenigsten frequentiert. „Innerstädtisch ist das schlimmer“, nimmt er Bezug zu Stendal und nennt als Beispiel den 8. März, an dem die „halbe Stadt zugekleistert“ war. Unbekannte hatten in der ganzen Stadt Graffiti gesprayt.

„Die Taten rund um die vorsätzliche Sachbeschädigung sind sehr vielfältig“, führt der Hauptkommissar und Pressesprecher weiter aus. So werden in der Kriminalstatistik ganz allgemein aufgeführt: sonstige Sachbeschädigung, gemeinschädliche Sachbeschädigung, solche an einem Fahrzeug, auf Straßen, Wegen und Plätzen sowie mit Graffiti oder Feuer. Wie diese genauer aussehen, dazu läuft eine Anfrage der AZ beim Landeskriminalamt.

Der kleine Brunnen ist mit schwarzen Markern und Graffiti beschmiert.
Dieser Brunnen an der Mehrzweckhalle ist immer wieder Ziel von illegalen Sprayern. © Hertzfeld, Marco

Aufgrund der Vielfältigkeit von vorsätzlichen Vandalismus würden sich daraus auch Statistiken ergeben, aus denen das tatsächliche Ausmaß und die Schadenshöhen nicht ersichtlich seien. „Bedenkt man, eine einzige immense Sachbeschädigung kann öffentlichkeitswirksam ein Ausmaß haben, welches sehr viele kleinere Delikte einfach überlagert“, erläutert Marscheider.

Ein jüngstes Beispiel einer größeren Sachbeschädigung, die mit großer Wahrscheinlichkeit Maßnahmen der Bismarker Verwaltung nach sich ziehen wird, ist wahrscheinlich der Vandalismusfall rund um das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum kurz vor Weihnachten 2021. Nach letztem Stand liegen die Unterlagen dazu bei der Staatsanwaltschaft, die das Verfahren gegen Unbekannt für Beendet erklären soll, da der oder die Täter bisher nicht ermittelt werden konnten.

Wie berichtet, sucht die Bismarker Verwaltung nach Wegen, um den Jugendtreff besser zu überwachen. Dazu ist ein Zaun um das kommunale Gelände geplant, um so auch Rechtssicherheit für eine Videoüberwachung zu bekommen. Die rechtlichen Grenzen werden derzeit ausgelotet.

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