Land entscheidet diese Woche über Objekt für Schinner Schule

Sporthallenbau steht vor der letzten Hürde

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Ein Blick aus dem Geräteraum in den Saal, der seit vielen Jahren als Sportfeld dient. Das soll sich 2019 endlich ändern.

Schinne. „Diesmal muss es einfach klappen.“ Dass die Grundschule in Schinne endlich die lang ersehnte Turnhalle erhält, dafür stehen die Chancen ausgesprochen gut. Zumindest zeigt sich Annegret Schwarz, Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Bismark, recht optimistisch.

„Ohne gleich in Euphorie auszubrechen“, wie die Christdemokratin im Gespräch mit der AZ meint. In dieser Woche entscheidet eine ministerielle Arbeitsgruppe in Magdeburg auch über das Großprojekt in der Bismarker Ortschaft. Insgesamt sollen dort 1,6 Millionen Euro investiert werden.

Annegret Schwarz

Mindestens seit 15 Jahren bemühen sich Politik und Verwaltung um eine Sporthalle. Immer wieder sind Förderanträge gestellt worden und regelmäßig flatterte eine Ablehnung ins Haus. „Eine eigene richtige Turnhalle ist für den Bestand der Grundschule sehr wichtig“, betont Schwarz, die ab 2010 zunächst Hauptamtsleiterin gewesen ist und seit Januar 2017 das Sagen im Rathaus hat. „Wir haben mit dem Land zäh und hart verhandelt.“ Zumal nicht zuletzt auch der Vereinssport vom Neubau profitieren soll. „Die Halle soll nicht allein für Schinne sein, sondern auch der Umgebung helfen. Die Hallen in Bismark, Kläden, Dobberkau und anderswo sind übervoll. Wir brauchen einfach mehr Hallenzeiten für die Sportvereine in unserer Einheitsgemeinde.“

Eine der zwei Grundschulen der Einheitsgemeinde.

Momentan nutzt die Schinner Grundschule vor allem den früheren Saal einer Gaststätte für den Sportunterricht. Einige Hundert Meter und gut zehn Minuten sind es von der Schule bis dorthin. Die Sporthalle soll direkt auf dem Gelände der Bildungsstätte errichtet werden. Die Einheitsgemeinde ist Träger der Schule. Für das Projekt hat sich insbesondere auch Ortsbürgermeister Ralf Berlin (FDP) immer wieder stark gemacht.

Die Schinner Schule ist 1967 eingeweiht worden, schon damals ohne ordentliche Sporthalle. Schwarz: „Andere Vorhaben waren damals wahrscheinlich wichtiger. Ein bitteres Versäumnis. Doch nun wird es wirklich Zeit: Wir brauchen die Halle dringend.“

Von Marco Hertzfeld

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