Langersehntes Objekt soll auch Vereinen dienen

Sporthallen-Bau an Schinner Schule nimmt Fahrt auf

Ein Lkw bringt eine weitere Fuhre Sand. Direkt hinter der Grundschule in Schinne entsteht eine Sporthalle. Die Arbeiten laufen seit einigen Tagen. Die Bismarker Ortschaft hat lange auf die Halle warten müssen.
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Ein Lkw bringt eine weitere Fuhre Sand. Direkt hinter der Grundschule in Schinne entsteht eine Sporthalle. Die Arbeiten laufen seit einigen Tagen. Die Bismarker Ortschaft hat lange auf die Halle warten müssen.

Schinne – So mancher Schinner mag erst jetzt so richtig daran glauben. Die Bauarbeiten für eine Sporthalle in der Bismarker Ortschaft haben in dieser Woche so richtig begonnen.

Nach vielen Jahren des Wartens, unzähligen Anträgen und einem letzten Zittern kam 2019 grünes Licht aus Magdeburg.

Die Finanzierung stand, der erste Spatenstich wurde Mitte Dezember gesetzt. Das Gebäude sei für die Grundschule enorm wichtig und natürlich auch für die Vereine, hatte Bürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) immer wieder betont.

Eine Sporthalle gibt es in Schinne bislang nicht. Die Schüler nutzen vor allem den einstigen Saal einer Gaststätte für den Sportunterricht. Die Schule wurde 1967 eingeweiht, schon damals ohne eigene richtige Turnhalle. Dass eine Halle gebaut wird, daran habe wohl niemand mehr so richtig geglaubt, sagte Schinnes Ortsbürgermeister Ralf Berlin (FDP) beim symbolträchtigen ersten Spatenstich. Allein seit 2008 seien sieben Anläufe unternommen worden, alle ohne Erfolg. Die Altmärker blieben hartnäckig.

Die Sporthalle auf dem Gelände der Schule soll etwa eineinhalb Millionen Euro kosten. Davon kommen knapp 680 000 Euro aus der Sportstättenförderung des Landes, etwa 212 000 Euro stammen aus einem Bundestopf für die Schulinfrastruktur. Den Rest der Rechnung begleicht die Einheitsgemeinde selbst (die AZ berichtete). Ob die Arbeiten wie angekündigt tatsächlich in diesem Jahr abgeschlossen werden können, wird sich zeigen. Der Schulbetrieb fährt nach der Corona-Zwangspause gerade wieder richtig hoch.

Eine Visualisierung der Halle hat ihren Platz in der Schule gefunden. Schüler und Lehrer können vergleichen und abschätzen, wie gut die Arbeiter vorankommen. Die Einfeldhalle soll dem Vereinssport dienen und meint damit nicht allein den in der Ortschaft. Überall gebe es Bedarf, auch wenn momentan Corona noch immer ganz andere Grenzen setzt. Und natürlich: Eine eigene Turnhalle sei für den Erhalt der Grundschule in Schinne enorm wichtig, heißt es aus dem Rathaus regelmäßig.

VON MARCO HERTZFELD

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