Land hebt Schinner Millionen-Projekt auf Liste / Baustart in diesem Jahr

Sporthalle nimmt die letzte Hürde

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Die Turnhalle soll auf dem Schulgelände in Schinne errichtet werden. Platz gibt es dort ausreichend.

Schinne – Schinne bekommt die lang ersehnte Sporthalle. Das Projekt steht auf der Prioritätenliste des Landes und die ist bestätigt. „Vorhaben, die auf der Liste stehen, sind für eine Förderung vorgesehen“, weiß Nancy Eggeling, Sprecherin des Ministeriums für Inneres und Sport, auf Nachfrage der AZ.

Eine weitere Wichtung erfolgt nicht. Was noch fehlt, ist der ordentliche Bescheid. Wenn alle Zuwendungsvoraussetzungen erfüllt sind und das Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt die Unterlagen geprüft hat, geht das Schriftstück raus. „Einen konkreten Zeitpunkt können wir gegenwärtig nicht nennen.“

Die Schinner Einfeldhalle soll vorrangig dem Vereinssport dienen, aber auch nicht zuletzt für den örtlichen Schulsport da sein. Die Maßnahme der Stadt Bismark umfasst insgesamt knapp 1,4 Millionen Euro und werden dieses und nächstes Jahr umgesetzt. Die Einheitsgemeinde steuert aus eigener Kasse 492.000 Euro bei. Aus der Sportstättenförderung des Landes kommen circa 679.000 Euro, das sind fast 50 Prozent der Gesamtsumme. Etwa 212.000 Euro stammen Eggeling zufolge aus einem dritten Topf, dem Bundesprogramm zur Förderung der Schulinfrastruktur finanzschwacher Kommunen.

Annegret Schwarz dürfte ein Stein vom Herzen fallen. Die Bürgermeisterin hatte schon Ende des vergangenen Jahres auf ein positives Signal aus Magdeburg gehofft. Politik und Verwaltung der Einheitsgemeinde haben mindestens seit 15 Jahren für den Bau einer Halle gekämpft. Immer wieder einmal wurden Förderanträge gestellt und genauso oft flatterte eine Ablehnung ins Haus. Eine eigene richtige Turnhalle sei für den weiteren Erhalt der Grundschule in der Bismarker Ortschaft Schinne enorm wichtig, hatte Christdemokratin Schwarz gegenüber der AZ noch einmal im Dezember betont.

Die Halle soll sich nicht allein für Sportvereine aus Schinne öffnen, sondern auch denen in der Umgebung helfen. Die Hallen in Bismark, Kläden, Dobberkau und anderswo seien übervoll. Die Vereine in der Einheitsgemeinde bekommen durch den Bau unterm Strich mehr Platz und Hallenzeiten. Die Bürgermeisterin will und muss erklärtermaßen das große Ganze im Blick haben. Sie versteht die Halle als positive Nachricht an alle, die Sport treiben und erleben wollen. Für das Projekt hat sich insbesondere auch Schinnes Ortsbürgermeister Ralf Berlin (FDP) immer wieder starkgemacht.

Derzeit nutzen die Grundschüler vor allem den ehemaligen Saal einer Gaststätte für den Sportunterricht. Einige Hundert Meter und geschätzt zehn Minuten sind die Kinder bis dorthin unterwegs. Die Sporthalle soll laut Schwarz direkt auf dem Gelände der Bildungsstätte, deren Träger die Einheitsgemeinde ist, errichtet werden. Die Schinner Schule ist 1967 eingeweiht worden, schon damals ohne eigene richtige Turnhalle. Eher eine Ausnahme, selbst für die damalige Zeit. Andere Vorhaben schienen den Verantwortlichen wichtiger. Ein bitteres Versäumnis, das nun bereinigt werden könne.

VON MARCO HERTZFELD

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