Für große Sprünge fehlt das Geld

Spielplatz und neue Feste: Bismarks Ortsrat will Budget klug einsetzen

+
Große Sprünge können Ortschaftsrat und Ortsbürgermeisterin mit dem Budget nicht machen. Auf Antrag können auch Festivitäten unterstützt werden. Das Bild zeigt Freizeitsportler bei einem der Stadt- und Vereinsfeste am Kolk.

Bismark – „Wir wollen der Einheitsgemeinde helfen. Das mag doof klingen, weil sie ja das Geld hat. “ Doch jeder Cent zähle und der Ortschaftsrat sei ganz nah dran und wisse, wo in Bismark, Arensberg, Döllnitz und Poritz der Schuh drücke.

Ortsbürgermeisterin Ruth Rothe (Linke) will das überschaubarer Budget für die Ortschaft klug eingesetzt sehen, natürlich.

Ortschefin Ruth Rothe auf Bismarks Marktplatz. Ihre erste volle Amtszeit hat begonnen.

Zuletzt standen für ein Jahr etwa 28 000 Euro zur Verfügung. Das sind knapp zehn Euro pro Einwohner. Ob es bei der Summe bleibt, ist noch nicht raus. Die Haushaltsberatungen der Einheitsgemeinde für 2020 sind noch nicht abgeschlossen. Rothe sitzt mit am Tisch.

Schon im alten Jahr fanden Ortsbegehungen statt. Die Liste möglicher Aufgaben habe durchaus ihre Länge. Konkrete Projekte will und kann die Linkspolitikerin noch nicht nennen. „Wir könnten ein Gerät auf einem Spielplatz erneuern lassen oder ein Spielgerät hinzufügen“, führt sie das Machbare beispielhaft vor Augen. Zuletzt war unter anderem auch die Rede davon, eine historische Schwengelpumpe auf dem Bismarker Marktplatz funktionstüchtig zu machen. Was es auf die Agenda schafft, bleibt abzuwarten. Die Zusammenarbeit mit Einheitsgemeinde und deren Bürgermeisterin sei vertrauensvoll.

Die insgesamt 20 Ortschaften können sich im jährlichen Veranstaltungskalender der Einheitsgemeinde wiederfinden. Kulturelle Akzente zu setzen, ist ausdrücklich erwünscht. Bismark, das einwohnerstärkste Mitglied der kommunalen Familie, bringt es Rothe zufolge auf annähernd 20 Vereine, größere und kleinere. Besonders bekannt sind nicht zuletzt Karnevalisten, Heimatfreunde, Rassegeflügelzüchter, Angler, Feuerwehrförderer, Tänzer sowie Förderer von Schule und Kindertagesstätten. Bismarker Vereine und Rothe haben ihre Hausaufgaben gemacht und Termine für 2020 in das Rathaus gemeldet.

Das Stadt- und Vereinsfest Anfang August entwickelt sich zu einer guten Tradition. Auch Herbstfest, Seniorenweihnachtsfeier und Weihnachtsmarkt sind fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders, der wieder in gedruckter Form und virtuell auf der Internetseite der Einheitsgemeinde vorliegen wird. Neu im Programm und für den 13. Juni, einen Sonnabend, geplant ist ein Kinderfest im Naturbad Kolk. „Ein solches Fest findet ja schon seit Jahren im Freibad Möllenbeck statt, nun soll es das auch in Bismark geben“, meint die Ortschefin im AZ-Gespräch. Auch dort seien bei der Vorbereitung Vereine und Ortschaftsrat gefordert.

Lebensfreude pur verspricht das „Dorffest der fröhlichen Poritzer“. Dabei handele es sich um ein Straßenfest, das schon häufiger über die Bühne gegangen sei. „Es wurde immer besser und nun wollten wir das Ganze offiziell machen und ihm einen richtigen Namen geben.“ Anfang Juni findet das Stelldichein in Poritz statt. „All das und mehr haben wir für 2020 geplant“, sagt Rothe. Für sie ist es die zweite Amtszeit. Mitte 2017 übernahm die Linke das Zepter, der Bündnisgrüne Eduard Stapel war verstorben. Vor Kurzem wurde Rothe im Ortschaftsrat wiedergewählt. In gut zwei Wochen wird die Genossin 70 Jahre alt.

VON MARCO HERTZFELD  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare