Kooperationsvereinbarung für letzte Flecken in Sicht

Offizieller Spatenstich im letzten Bismarker Breitband-Abschnitt

Steinfelder Ortsbürgermeisterin Kordula Stephan (v.l.), Landrat Patrick Puhlmann (SPD), Einheitsgemeindebürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) und ZBA-Geschäftsführer Andreas Kluge (3.v.r.) sowie Vertreter der Baufirmen beim offiziellen Spatenstich im letzten Bismarker Abschnitt.
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Etwas später als geplant, aber gebaut wird schon: Steinfelder Ortsbürgermeisterin Kordula Stephan (v.l.), Landrat Patrick Puhlmann (SPD), Einheitsgemeindebürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) und ZBA-Geschäftsführer Andreas Kluge (3.v.r.) sowie Vertreter der Baufirmen beim offiziellen Spatenstich im letzten Bismarker Abschnitt.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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„Wir haben alles richtig gemacht“, bilanziert bereits jetzt Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Bismark, allen Akteuren rund um den Zweckverband Breitband Altmark (ZBA).

Steinfeld - Am Mittwoch vollzog sie gemeinsam mit Landrat Patrick Puhlmann (SPD) sowie Vertretern des ZBA und der Baufirmen den offiziellen Spatenstich für den letzten Bismarker Abschnitt des Breitbandausbaus. Außerdem gab es Neuigkeiten zur Auslöschung der letzten dunklen Flecken des Glasfaser-Netzes auf dem Bismarker Gebiet, die nicht vom ZBA bebaut werden können: „Wir unterschreiben in Kürze den Vertrag.“

Schwarz blickte zu dem Termin erst einmal in die Vergangenheit. Über den Jahreswechsel 2018/19 sei sie von einem Ortschaftsrat zum anderen gegangen, um für den Beitritt der Einheitsgemeinde beim ZBA zu werben. „Es war vorher auch Skepsis da, aber es klappt ja.“ Es sei bereits viel in der Einheitsgemeinde geschafft worden. Andreas Kluge, Verbandsgeschäftsführer des ZBA, steuerte bei: „2019 waren wir auf 122 Veranstaltungen“, sagte Kluge und lobte die Arbeit der Baufirmen, die gut vorangekommen seien. „Das hier ist eine absolut ländliche Region.“ Den ZBA zu gründen, sei eine richtige Entscheidung gewesen, die sie immer wieder verteidigen müssten. „Ziel ist es, dass bis Mitte 2022 alles fertig ist. Wir hoffen natürlich, dass es früher klappt.“

Auch Puhlmann berichtete, er habe selbst lange auf das Breitband gewartet. Trotz anfänglicher Kinderkrankheiten funktioniere es aber. „Das Warten hat sich gelohnt. Die sind jetzt für die nächsten 50 bis 100 Jahre da.“ Bundesweit sei die Altmark das größte Ausbaugebiet. „Farbenspiele“, wie auch Schwarz die Umwandlung der letzten schwarzen Glasfaser-Flecken, in Weiß nannte, würden nicht von dem ZBA übernommen. „Da sind die einzelnen Gemeinden mit dran.“ Schwarz hatte bereits in der Bismarker Stadtratssitzung im Juni berichtet, dass sie sich in Gesprächen mit einem Anbieter für Glasfaser befinde und nach der Vertragsunterzeichnung die Einheitsgemeinde Werbung bei den betroffenen Anwohnern machen müsse (AZ berichtete). Die schwarzen Flecken sollten „früher oder später, aber lieber früher“ verschwinden, teilte sie am Mittwoch mit.

Laut Kluge unterstützt der ZBA bei Kooperationsvereinbarungen zwischen Kommunen und Anbietern. „Schinne Süd ist ein schwarzer Fleck, da sind wir dran.“ Im Falle des neuen Wohngebiets Süd und der Käserei in Bismark habe ein Anbieter zuvor abgelehnt, weil der Ausbau nicht wirtschaftlich sei.

Weitere betroffene Gebiete mit schwarzen Flecken sind in allen größeren Ortschaften der Einheitsgemeinde zu finden: Bismark, Schinne, Meßdorf und Kläden. „Wir werden all unsere Man-Power darauf verwenden. Wir wollen zeigen, dass die Kommune dahinter ist und die Bürger das unterstützen können“, bekräftigte Schwarz.

Der letzte Bauabschnitt mit den Internet-Knotenpunkten Darnewitz und Badingen umfasst, wie berichtet, die Ortschaften: Badingen, Beesewege, Belkau, Bülitz, Darnewitz, Deetz, Garlipp, Grassau, Grünenwulsch, teilweise Hohenwulsch, Holzhausen, Käthen, teilweise Kläden, Klinke, Könnigde, Querstedt, Schäplitz, Schernikau, teilweise Schinne, Schönfeld und Steinfeld.

In fast allen dieser Ortschaften hatten die Tiefbauarbeiten laut Kluge eigentlich schon begonnen. Der offizielle Spatenstich hatte sich allerdings aufgrund der Corona-Pandemie verschoben. Auch in Steinfeld wurde in den vergangenen Tagen bereits gebaut. Die vom ZBA beauftragten Firmen müssen nur noch Beesewege und Bülitz erreichen.

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