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Späningen: Kosten und Umwelt ziehen Schlussstrich für Wunsch-Variante der L13

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Ein Auto fährt über die Kreuzung in Späningen, die eine der L13-Kurven ausmacht.
Regionalbereichsleiterin Meike Portius will im Falle der zwei rechtwinkligen Kurven der L 13 in Späningen beruhigen. Sie sollen so ausgebaut werden, dass das Gefahrenpotenzial eingedämmt wird. © Lina Wüstenberg

Unter „wirtschaftlichen Gründen“, warum die vom Ortschaftsrat gewünschte Variante für die Sanierung der L 13 innerhalb von Späningen nicht umgesetzt werden kann, kann sich nicht jeder etwas vorstellen. Die AZ fragte noch einmal genauer bei der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) nach.

Späningen - Meike Portius, die Leiterin des Regionalbereichs Nord, erklärt, dass dazu viele einzelne Kriterien gehören. Die Kosten einer fast vollständigen Umfahrung des Meßdorfer Ortsteils sind nicht der einzige Grund.

„Die gewünschte Entlastung der Meßdorfer Straße würde neben den hohen geschätzten Baukosten noch weitere Nachteile wie eine geänderte Verkehrsführung und dadurch die zusätzliche Belastung der Gemeindestraße, eine lange Baustrecke, großen Platzaufwand, anfallenden Grunderwerb von Acker- und Privatflächen und höhere Unterhaltungskosten mit sich bringen“, erläutert die Leiterin. Die favorisierte Variante der Ortsvertreter sei hinsichtlich der Verkehrsqualität sowie -sicherheit, der Umweltverträglichkeit, der Kosten und der gesetzlichen Vorschriften bewertet worden. Besonders die vorgeschriebene Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit bei der Verwendung öffentlicher Gelder als auch den möglichst klein zu haltenden Eingriff in die Natur und Landschaft würden folglich dagegen sprechen.

Daher werde „die deutlich kürzere Streckenführung mit Zweirichtungsverkehr über die Meßdorfer Straße als Vorzugsvariante betrachtet“. Die zuvor erwähnte Engstelle am Ortseingang soll zusätzlich Abhilfe schaffen: Laut Portius ermöglicht sie eine einseitige Gehwegführung und eine Reduzierung der Geschwindigkeit des Verkehrs in diesem Bereich.

Behörde will Gefahrenpotenzial der rechtwinkligen Kurven prüfen

Auf Nachfrage der AZ äußert sich die Regionalbereichsleiterin auch zu den zwei rechtwinkligen Kurven innerorts, die dem Ortschaftsrat Sorgen bereiten. Schließlich dürfe der Verkehr auf der L 13 als zukünftiger A14-Zubringer deutlich zunehmen. „Die LSBB weiß über das Gefahrenpotenzial dieser Kurven Bescheid“ und plane, dieses in der Bauphase zu entschärfen, erklärt Portius. Außerdem werde eine Befahrbarkeitsprüfung der Knotenpunkte durchgeführt. Dabei würden auch die Schleppkurven von Lkws beachtet, um den durchfahrenden Schwerlastverkehr sicher und effizient aneinander vorbei zu führen.

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