Projekt am See braucht Zeit

Kolk Bismark: Badseilbahn für Kinder hakt

Blick über den Kolk aufs Freibadgelände in Bismark.
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Der Kolk in Bismark, ein ziemlich idyllischer Anlaufpunkt für Badefreunde der Gegend.
  • Marco Hertzfeld
    VonMarco Hertzfeld
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Eine Seilbahn für Kinder soll das Freibad Kolk in Bismark bereichern. Das Projekt braucht noch Zeit. Die Stadt sieht zahlreiche offenen Fragen.

Bismark – „Ob das eine Attraktion wird?“ Annegret Schwarz lässt einige Sekunden verstreichen und fügt hinzu: „Ja, vielleicht. Auf jeden Fall dürfte es die jüngeren Besucher tatsächlich begeistern.“ Eine Seilbahn im Freibad in Bismark scheint die Bürgermeisterin nicht auf den allerersten Zug einzunehmen. Zumal sie noch eine Menge Aufgaben im Vorfeld sieht und Vorschriften darüber hinaus sowieso. Und bitte: „Nicht allzu euphorisch werden.“ In diesem Sommer dürfte der Kolk wahrscheinlich noch ohne dieses zusätzliche Angebot bleiben. „Ich gehe momentan davon aus, dass es noch nicht gelingt.“ Zumal für den Aufbau der Anlage der laufende Badebetrieb auf dem Gelände unterbrochen werden müsste.

Wie die Bismarker Seilbahn einmal konkret aussehen soll, so ganz abgeschlossen scheinen die Überlegungen noch immer nicht. Ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung sucht über verschiedene Kanäle landesweit nach Vorbildern, recherchiert, wo was wie aufgebaut ist und unter welchen Umständen es funktionieren kann. „Natürlich geht es zunehmend auch um Kostenangebote und die Frage, wie wir das Vorhaben wirklich umsetzen können. Ungemein wichtig ist auch die Abstimmung mit der Unfallkasse, die Anlage soll ja in unserem Zuständigkeitsbereich entstehen und nicht irgendwo privat.“ Ganz frei von Zweifeln gibt sich die Bürgermeisterin nicht. „Es existieren einfach offene Fragen.“

Die Anlage am Badesee sei ausschließlich für Kinder gedacht. „Sie sollen sich daraufstellen und mit der eigenen Handkraft über das Wasser ziehen können“ So oder ähnlich soll das Ganze grundsätzlich funktionieren. Fest steht jedenfalls die Summe, mehr oder weniger, 10.000 Euro sind für das Projekt vorgesehen. Der Förderverein wolle davon 2000 Euro aufbringen, die Ortschaft 1000 Euro und die Einheitsgemeinde 7000 Euro. So sei es auch im Haushalt vermerkt. Unterm Strich bleibt: Das Vorhaben braucht offensichtlich noch Zeit und davon so viel, dass es in der aktuellen Saison, die bis in den September reichen könnte, nur noch ausgesprochen schwer umsetzbar scheint.

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