Schwarz erklärt: Antrag der Einheitsgemeinde abgelehnt

Kein Tempo 30 an Steinfelder Bushaltestelle

Eine Frau geht mit ihrem Kind an der Bushalte in Steinfeld vorbei. Ein Auto fährt die Straße entlang.
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Bürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) bringt nun etwas Klarheit in die Problematik um die Steinfelder Bushaltestelle. Ein Antrag auf eine Erweiterung der 30-Zone sei 2019 gestellt, aber abgelehnt worden.

Nun scheint sich der Nebel um die Steinfelder Bushaltestelle etwas zu lichten.

Steinfeld/Bismark - Denn Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Bismark, berichtete der AZ von dem Vor-Ort-Termin mit Polizei, dem Landkreis Stendal, der Landesstraßenbaubehörde sowie der Eiheitsgemeinde, der allerdings zu einem für die Beteiligten wenig befriedigendem Ergebnis führte: „Der Antrag der Einheitsgemeinde wurde von den drei Behörden abgelehnt.“

Das Schreiben sei bereits im September 2019 beim Landkreis als zuständige Behörde eingetrudelt. Darin beantragte die Einheitsgemeinde eine Erweiterung der 30er-Zone an der L 15. Hintergrund dazu ist der, dass die Haltestelle in Steinfeld inmitten einer S-Kurve liegt. Beide Kurven sind mit einem 30-Schild versehen, nach Aussage von Ortsbürgermeisterin Kordula Stephan beschleunigten viele Fahrzeuge dazwischen innerorts und gefährdeten so die Schulkinder an der Bushaltestelle sowie Menschen, die die Straße überqueren wollen würden (AZ berichtete).

Die Einheitsgemeinde hatte vor zwei Jahren den Antrag gestellt mit der Begründung, dass die Beschränkung auf Tempo 30 nicht die Haltestelle mit einschließt und so eine Gefährdung der Schulkinder vorliegt. Das Ergebnis der Untersuchung vor Ort sei ernüchternd: Eine Erweiterung der Geschwindigkeitsbegrenzung werde „nicht als notwendig eingeschätzt“, erklärte Schwarz. Dass den Behörden das Thema nicht bekannt war oder sie zumindest nicht zuständig seien, wie verschiedene Ämter der AZ zuvor mitgeteilt hatten, kann so also nicht stimmen.

Der Landkreis sieht anscheinend kein größeres Gefahrpotenzial. An der Bushaltestelle steht ein Gefahrenzeichen „Kinder“, das somit jeden Kraftfahrer auf die jeweilige Gefahrenstelle hinweise. „Gefahrenzeichen mahnen zu erhöhter Aufmerksamkeit und Reduzierung der Geschwindigkeit“, erläutert die Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde. Ein erneuter Antrag der Einheitsgemeinde Bismark sei nicht gestellt worden.

Dennoch ist das Thema für die Anwohner vor Ort damit nicht gestorben. Stephan hatte erst Anfang Oktober der AZ von den Sorgen der Steinfelder Anwohner um die Sicherheit an der Bushaltestelle berichtet. Nach eigener Aussage sucht die Ortsbürgemeisterin nun nochmals den Kontakt zu Schwarz, um herauszufinden, was noch in die Wege geleitet werden könnte. So richtig soll das aber erst im Januar 2022 angegangen werden, wie sie nun der AZ berichtete. Dass andere Orte an der L 15 verkehrsberuhigte Bereiche haben, nur Steinfeld nicht, ärgert Stephan noch immer. Besonders im Hinblick auf die Landesstraße als zukünftigen Autobahn-Zubringer. Als gegenteiliges Beispiel nennt sie Bindfelde. Der Stendaler Ortsteil liege „ab vom Schuss“. Dennoch gibt es dort eine 30-Zone um die örtliche Bushaltestelle herum.

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