Schinner Carnevals Club feierte Showpremiere in der Mehrzweckhalle

Schwanger bis Burlesque

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Das Männerballett hat sich in diesem Jahr von der Musik der 1990er Jahre inspirieren lassen.

Schinne. Tosender Applaus und immer wiederkehrende Zugabe-Rufe waren zur Premiere der 46. Session des Schinner Carnevals Club am Sonnabend im ausverkauften Saal zu hören.

In den vergangenen Monaten hatten die Vereinsmitglieder des SCC unter dem Motto „Die Welt im Zank, es wär uns lieber, sie pack wie in Schinn das Karnevalsfieber“ ein Programm mit zwölf Darbietungen auf die Beine gestellt.

Die Tänzerinnen des SCC haben den Männern im Publikum mit einer Choreographie àla Burlesque den Kopf verdreht.

Los ging‘s mit Sascha Wunderlich als Blumenmann, der samt Schubkarre auf der Bühne erschien und sogleich in die Bütt stieg. Die Funken eröffneten das gut dreistündige Programm. „Rockerin Trixi“ rollte buchstäblich in die Bütt. Mit einer Flasche Bier nach „Werner Art“ klagte sie ihr Leid über Intimpiercings, und welche Folgen das Schmuckstück für die Flughafenkontrolle oder auf der Luftmatratze bedeuten könnte.

Die Mädels der Prinzengarde kamen im Anschluss allesamt in den Bühnenknast. Mit einem frivolen Tanz konnten sie sich aber sofort freitanzen.

Schwangerschaftsvorbereitung wie sie die Schinner Karnevalisten sehen.

Wie es in einem Schwangerenvorbereitungskurs zugeht, zeigten die Schinner ebenfalls. Dann plötzlich – oh Schreck – musste Franzi Schieke ins „Krankenhaus“. Schwanger mit Drillingen, platzte ihre Fruchtblase. Mit dem Rollstuhl kam die Rettung durch den Saal, um sie in den „Kreißsaal“ zu bringen.

Den Männerchor beschäftigten in diesem Jahr Veganer und ihre Essgewohnheiten. Denn das arme Gemüse hat doch auch Gefühle und will nicht in der Pfanne oder auf dem Grill gebrutzelt werden. „Esst lieber Fleisch, denn da sind auch Vitamine drin“, war das Fazit der Männerrunde in Schinne.

Ehe kann so schön sein, das beweisen Hiltrud und Karl-Heinz.

Kerstin Mauer und Dirk Liebrecht zeigten auf der Bühne als Hiltrud und Karl-Heinz, dass die Ehe auch nach vielen Jahren noch schöne Seiten haben kann. Aber nur, wenn die Frau das Kommando hat, versteht sich.

Im Anschluss wurde es dunkel im Saal, schaurige Musik setzte ein, auf der Bühne erschienen Skelette und begeisterten das Publikum mit ihrer Choreographie.

Als „Heiner von Hinten“ betrat nach dem kleinen Exkurs in die Welt der Dunkelheit Randy Zierau die Bühne. Das Publikum reagierte darauf mit minutenlangem Applaus, der lauter und fordernder wurde, als sich Uli Viertel verkleidet als Peter Maffay dazu gesellte.

Jede gute Show braucht ein großes Finale. Eine Aufgabe, die die Tänzerinnen und Tänzer übernahmen. Im „Burlesque-Stil“ in knappen Outfits und mit kreisenden Hüften verdrehten die Mädels den Männern den Kopf. Die Choreographie des Männerballetts ließ in diesem Jahr die Popkultur der 90iger wieder aufleben, und erntete die verliebten Blicke der Damen im Saal.

Von Maik Bock

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