Neubau an Sekundarschule braucht seine Zeit

Mensa in Bismark mit Ferienende fertig

Die künftige Mensa der Sekundarschule in Bisamrk ist mit einem Bauzaun vom Schulhof getrennt.
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Auch mit Start in den Monat ist der Pausenhof abgegrenzt. Das vordere linke Gebäude ist die Mensa.
  • Marco Hertzfeld
    VonMarco Hertzfeld
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Die Mensa der Sekundarschule in Bismark braucht ihre Zeit. Schüler und Lehrer müssen weiterhin geduldig sein. Mit dem Ende der Sommerferien soll der Neunbau übergeben werden.

Bismark – Der Tisch deckt sich nicht von allein. Sätze wie dieser könnten Schülern und Lehrern einfallen, wenn sie an den Neubau vor ihrer Tür denken. Allesamt müssen weiterhin geduldig sein, auch noch einmal mehr, als zuletzt angenommen. Die Mensa der Sekundarschule in Bismark soll nun mit dem Ende der Sommerferien übergeben werden. Vom 22. Juli bis zum 1. September erstrecken sich die freien Tage in diesem Jahr. Die Herausforderungen für die verschiedensten Gewerke auf dem Schulhof waren und sind größer als gedacht. Ursprünglich sollte das Objekt einmal zwischen April und Dezember errichtet sein. Später war die Rede von Ende Juni 2021. Doch Pustekuchen.

Sekundarschule zählt 200 Kinder

„Die Herausforderungen lagen im Bauen parallel zur Schulzeit“, lässt Kreissprecherin Angela Vogel auf Nachfrage der AZ wissen. „Das Baufeld war durch die Nutzung des Schulhofes eingeschränkt. Auch wenn es sich um ein eigenständiges Gebäude handelt, mussten von Zeit zu Zeit auch Bauarbeiten am Haupthaus vorgenommen werden.“ Nicht zuletzt ging es um den Anschluss von Wärme, Strom, Wasser, Abwasser und Brandmeldetechnik. „Hier war es teils notwendig, eine Zwischenlösung herzustellen, um den Schulbetrieb am Laufen zu halten.“ Dass Schüler wegen der allgemeinen Coronalage wochenlang eher im Hausunterricht waren, änderte daran offenbar nicht viel.

Herausforderung unerwartet groß

Schon zu Beginn hatten Arbeiter mit Widrigkeiten zu kämpfen. Denn: „Eine weitere Herausforderung war der Baugrund. Neben den Elektroleitungen haben wir auch noch das erhöhte Grundwasser und alte unbekannte Fundamente vorgefunden.“ Weil die Handwerker letzten Endes Lösungen hatten, scheint ein Ende des Projektes nun tatsächlich näherzurücken. Großartig auf die Rechnung auswirken sollen sich die Verzögerungen nicht. „Die genehmigten Baukosten von 780.000 Euro werden nach aktuellem Stand eingehalten“, teilt Vogel weiter mit. Fördermittel aus dem Stark-V-Programm fließen in das Objekt. Die Planungskosten finanziert der Landkreis selbst.

Landkreis investiert gar Millionenbetrag

Der Landkreis ist Träger der Schule. „Die Rohbauarbeiten sind fertiggestellt. Der Innenausbau wird von allen notwendigen Gewerken durchgeführt.“ Die Vorfreude bei den gut 200 Kindern und 20 Lehrern könnte groß sein. Die Schule hat bislang keine Mensa. „Für die Mittagsversorgung wurde ein Klassenraum genutzt. Mit diesem Gebäude ist es möglich, eine ordentliche Mittagsversorgung anzubieten und einen Raum für größere Arbeiten, Versammlungen und Veranstaltungen vorzuhalten.“ Das Objekt soll es in der Tat in sich haben, die Kreisverwaltung spricht auch gern von einem Multifunktionsraum. Neben Mensa mit Ausgabeküche soll er auch möglichst Schulkiosk und Stuhllager sein.

Kreissprecherin Vogel ist nach Rücksprache mit ihren Fachkollegen in Stendal eines noch wichtig: „Das Bauvorhaben findet bei laufendem Schulbetrieb statt und die Zusammenarbeit mit dem Nutzer Schule ist sehr konstruktiv und auf gegenseitige Rücksichtnahme gegründet.“ Und ja, dafür wolle sich die Kreisverwaltung auch einmal bei Schülern und Lehrern bedanken. Wer es nicht weiß: Die Einrichtung in Bismark ist die einzige Sekundarschule in der Einheitsgemeinde. Der Komplex besteht bislang im Wesentlichen aus zwei Teilen, dem durchaus adretten Altbau direkt an der Karl-Marx-Straße und einem neueren Bau dahinter. Der Landkreis investiert kräftig, gut zwei Millionen Euro flossen und fließen auch in die weitere Sanierung des Lernorts.

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