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Schönfeld: Wichtigste Arbeiten an Gutskirche abgeschlossen

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Von: Lisa Maria Krause

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Die fünf stehen vor der Gutskirche und unterhalten sich.
Dr. Wolfgang Bock (v.l.), Heike Winkelmann und Verena Schlüsselburg von Leader lassen sich von Wolfram Backes vom Verein und Nadja Vohse vom Schloss Schönfeld die Neuerungen in der ehemaligen Gutskirche zeigen. © Lisa Maria Krause

Die ehemalige Gutskirche von Schönfeld erschien den Vertretern der Leader-Gruppe Mittlere Altmark als der passende Ort, um über erfolgreiche Förderprojekte zu sprechen. Schließlich hat die Lokale Aktionsgruppe (LAG) in 2019 und 2020 mit rund 76000 Euro den Förderverein „Freunde der Gutskirche Schönfeld“ unterstützt.

Schönfeld - So konnte dieser die Sanierung des historischen Gebäudes umsetzen. Das Fördergeld wurde in die Schaffung einer Grundinfrastruktur, also einem Stromnetz, sowie die Anschaffung von neuer Bestuhlung und Beleuchtung gesteckt.

Verena Schlüsselburg, Vorsitzende der Leader-Gruppe, freute sich, dass die Hilfe Früchte trägt. Denn dank der Sanierung kann der historische Bau ganzjährig kulturell genutzt werden. Schlüsseburg beschreibt das Ergebnis so: „Moderne trifft Historie.“

Dieses Jahr können zum ersten Mal seit Beginn der Sanierung vor etwa 10 Jahren Hochzeiten und andere Veranstaltungen „mit allem drum herum“ gefeiert werden, wie Nadja Vohse, Eventmanagerin des Schlosses Schönfeld, es ausdrückt.

Schlüsselburg macht ein Foto mit dem Handy vom Altar.
Besonders der Altar zieht im Kirchenschiff alle Blicke auf sich. Dabei fehlt ihm noch der Aufsatz. © Lisa Maria Krause

Schlüsselburg erinnert sich daran zurück, wie es 2010 aussah. Damals sollte die ehemalige Gutskirche enteignet und abgerissen werden aufgrund des schlechten Zustands. „Es hat uns so das Herz geblutet“, berichtet auch Heike Winkelmann vom Leader-Management von einem Besuch der Gruppe in der Kirche.

Inzwischen ist einiges passiert: Dank Geldern der Stiftung Preußisches Kulturerbe, von Leader und dem Denkmalschutz wurde das Dach geschlossen und richtig abgedeckt. Statt den kaputten Regenrinnen gibt es nun einen Dachüberstand, der schonender zum Gebäude ist.

Außerdem sind ein Teil des Altars und die Orgel saniert. Letztere wurde im Dezember fertig, wie Vohse berichtet. „Wir halten noch die Füße still. Der Bau ist ja an sich fertig“, erklärt Wolfram Backes vom Verein.

Ein Scheinwerfer an der Seite des Kirchenschiffs.
Die Leader-Gelder wurden für Steckdosen, Kabel und Beleuchtung wie diese Scheinwerfer ausgegeben. © Lisa Maria Krause

Bei so vielen Problemstellen und Ideen müsse auch mal ein Schlussstrich gezogen werden. Dennoch kündigt er weitere Planungen an: Der Altaraufsatz mit Ersatz für zwei gestohlenen Figuren soll wieder hergestellt werden. Geplant sei auch eine wärmende Lösung mit Heizteppichen. Auch der Eingang der Patronatsloge, die Kirchuhr und die Schallluken stehen noch auf dem Zettel.

Zumindest zum Altar und der Loge in der ehemaligen Gutskirche kann Dr. Wolfgang Bock vom Leader-Management gleich etwas sagen: „Das ist förderfähig.“

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