Auch Bismarker Raucher befürworten Warnbilder auf Zigaretten-Packungen

„Schockbilder müssen sein“

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Bismark. Bismarker Raucher und Nichtraucher sind uneins über Schocker-Bilder, auf die die Europäische Union nun im Kampf gegen die Nikotinsucht setzt.

Verstörende Bilder von krebszerfressenen Lungen, verfaulten Füßen und verstorbenen Rauchern werden die Zigarettenschachteln in den Mitgliedsstaaten spätestens im Jahr 2016 zieren. Zusammen mit den schriftlichen Warnhinweisen sollen die Schockbilder rund 65 Prozent der Vorder- und Rückseiten beanspruchen. Knapp 35 Prozent der Schachteln verbleiben den Tabakfirmen dann noch zur eigenen Gestaltung.

Australien geht noch einen Schritt weiter. Seit Ende 2012 haben dort alle Schachteln ein einheitliches Design mit Warnhinweis und Schockfoto. Den Tabakfirmen bleibt kein Gestaltungsspielraum. Nur der Markenname hilft den Kunden noch bei der Unterscheidung. Erste Erfolge dieser Maßnahmen wurden vor Kurzem durch eine Studie der australischen Regierung belegt. Nach dieser ging die Zahl der regelmäßigen Raucher nach Einführung der Schockschachteln von ursprünglich 15,1 Prozent im Jahr 2010 auf nunmehr 12,8 Prozent zurück.

Tabakkonzerne beklagen sowohl die europäischen als auch die australischen Regelungen vor internationalen Gerichten. Durch die Maßnahmen sehen sie sich um ihre milliardenschweren Investitionen in das Image ihrer Marke gebracht.

Von Benjamin Heibutzki

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