Bismarks Bürgermeisterin Annegret Schwarz stellt sich gegen das geplante Vorhaben

Schließung der Haltestelle Steinfeld

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Die Bahnhaltestation in Steinfeld: Nach Angaben von Bismarks Bürgermeisterin Annegret Schwarz sei sie für die NASA nicht rentabel genug und soll 2025 dichtgemacht werden.

Steinfeld. Die Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt (NASA) plant für 2025 die Schließung der Bahnhaltestation in Steinfeld. Das hat Bismarks Bürgermeisterin Annegret Schwarz auf der jüngsten Sozialausschusssitzung mitgeteilt.

Die Gründe: Der Einheitsgemeinde werde vorgeworfen, so Schwarz, dass für die Haltestelle nicht reichlich geworben werde, also dass Besucher nicht wissen, dass der Zug in Steinfeld anhält. Des Weiteren werde der Haltepunkt nicht ausreichend genutzt. Außerdem wäre die Fahrtdauer auf der Strecke von Stendal über Salzwedel nach Uelzen wesentlich kürzer, wenn nicht in jeder kleinen Ortschaft angehalten werde. Zudem könne der Öffentliche Personenverkehr (ÖPNV) die Transportlücke in Steinfeld abfangen.

Bismarks Bürgermeisterin ist über die Argumentation der NASA äußerst verärgert: „Wir reden über den demografischen Wandel, über die Weiterentwicklung des ländlichen Raums und machen im nächsten Atemzug den nächsten Haltepunkt zu. Das kann nicht sein. Und was ist mit der Gleichberechtigung zwischen Stadt und Land?“, fragt sie sich. Ihre Unzufriedenheit hat sie aber nicht nur vor den Ausschussmitgliedern kundgetan, sondern auch während einer Zusammenkunft mit dem Landkreis und Vertreten der NASA.

Gemeinsam mit dem Landkreis hat Bismarks Bürgermeisterin nun eine Stellungnahme formuliert, in der sie klar gegen die Schließung plädiert. „Wir müssen hier aufpassen und nicht ruhig sein, sonst ist es hier irgendwann zu spät“, sagt sie. Außerdem wolle sie die Haltestation – auch die in Kläden – in den neuen Ortschaftsflyern mit aufnehmen, um sie stärker zu bewerben. Im Hauptausschuss am 14. November wolle sie das Thema erneut aufgreifen und weitere Vorgehenweisen besprechen.

Von Marilena Berlan

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