Jubiläen nachzuholen

Schinne bereitet 25. Erntefest vor

Ein Wagen mit PFerdegespann auf dem Schinner Erntefest 2019.
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Ein großer Umzug der Vereine wie 2019 soll auch dieses Jahr wieder ein Höhepunkt des Schinner Erntefestes sein. Schließlich ist es das 25. Mal.
  • Lisa Maria Krause
    VonLisa Maria Krause
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Ja oder nein? Diese Frage stellt sich derzeit für viele Feste und Großveranstaltungen, die sonst alljährlich im Sommer und Herbst stattfinden, wie so einige Erntedankfeste. Ortsbürgermeister Ralf Berlin (FDP) hat zumindest eine klare Antwort auf die Frage für Schinne: „Wir werden das Erntefest durchführen.“

Schinne - Nach Rücksprache im Ortschaftsrat Ende Juni werden die Ortsvertreter das Fest für den 11. September planen. „Das ist nur bei uns im Ort. Gott sei dank sind es nicht so viele Besucher.“ Vielleicht sei deshalb die Umsetzung noch realistisch, wie Berlin die Entscheidung begründet.

Das Erntedankfest in Schinne musste nach reichlicher Überlegung im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie-lage abgesagt werden. Umso freudiger scheint Berlin, dass es dieses Mal stattfinden kann. „Wir können nicht den Kopf in den Sand stecken und nichts machen“, sagt er.

Immerhin veranstaltet Schinne sein Erntefest in diesem Jahr zum 25. Mal. „Im letzten Jahr ist generell viel ausgefallen, wie die 140-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr.“ Dieses und andere Jubiläen sollen gemeinsam mit dem Erntedankfest nachgefeiert werden. Angedacht sei eine Bühne vor dem Gerätehaus der Schinner Feuerwehr. „Die Pastorin hat sich den Termin schon vorgemerkt“, berichtet der Ortsbürgermeister. Neben ihrem Beitrag solle es auch einen Auftritt der Jagdhornbläser und der Grundschule geben.

„Ich hoffe, dass die Schule sich wieder beteiligt.“ Auch der Umzug durchs Dorf mit den Vereinen soll wieder für Andrang sorgen. Ganz fest stehen die einzelnen Höhepunkte des Festes allerdings nicht, denn die Schinner könnten nur versuchen, dass es stattfindet.

„Wir planen so wie immer mit einer Freilichtveranstaltung.“ Das Fest sei immer unabhängig von der Einheitsgemeinde Bismark an sich geplant worden. „Wir können die Welt nicht abschalten. Wir müssen damit leben und Möglichkeiten finden. Begrenzt, wie es ist, werden wir das Beste draus machen“, erklärt Berlin, „Für die Akzeptanz in der Bevölkerung muss man ihnen auch wieder etwas bieten.“ Ob die Planung des Erntedankfestes auch ein Testlauf für den Steinfelder Bauernmarkt werden könnte, sieht Berlin kritisch: „Wenn 10 000 Gäste kommen, ist es für so eine kleine Gemeinde schwer zu händeln.“ Es stelle sich die Frage, ob es in diesem Fall so sinnvoll sei, das wenige Mögliche zuzulassen.

Im Falle des Steinfelder Bauernmarktes hatte der Bismarker Stadtrat kürzlich getagt und zugestimmt, die Entscheidung, ob er stattfinden darf, vorerst hinauszuschieben. Die Einheitsgemeinde will abwarten, zumindest bis die nächste Corona-Eindämmungsverordnung veröffentlicht wird.

Spätestens im August müssten die Händler über das Stattfinden der überregionalen Veranstaltung informiert werden, wie Einheitsgemeindebürgermeisterin Annegret Schwarz (CDU) im Stadtrat betonte (AZ berichtete). Die in dem Gremium angebrachte Idee eines „Bauernmarkt light“ tat sie ab. Die Besucher würden diese bei einer solchen Umsetzung überlaufen.

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