Großbrand in Berkau ruft sieben Wehren mit 60 Kameraden auf den Plan / Brandursache unklar

Scheune brennt komplett nieder

Zwei Autos und die Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach fallen den Flammen ebenso zum Opfer wie die 1924 erbaute Scheune. Der Schaden wird auf rund 150 000 Euro geschätzt. Foto: Bock

Berkau. Es war 3. 15 Uhr, als die Sirenen in Berkau gestern Morgen die Einwohner aus dem geruhsamen Schlaf rüttelten. Am Dammweg stand eine große Scheune eines alten Vier-Seiten-Hofs in Flammen. Das 1924 erbaute und 30 mal 15 Meter große Gebäude brannte lichterloh.

Die Berkauer Feuerwehr begann sofort mit dem Aufbau der Wasserversorgung und den ersten Löscharbeiten. Besonders schnell waren sie am Brandort, weil sich das Gerätehaus nur wenige Meter schräg gegenüber befindet. Auch die Sirenen in Wartenberg und Bismark schlugen kurz nach 3 Uhr Alarm. Wenige Minuten später auch in Kremkau und Könnigde. Doch weil auch die umliegenden Gehöfte in Gefahr waren, reichte das Großaufgebot der Wehren noch nicht aus, sodass auch die Kameraden aus Kalbe/Milde und Kläden nachalarmiert werden mussten.

„Sieben Wehren sind mit mehr als 60 Einsatzkräften in Berkau vor Ort und versuchen alles, um die Nebengebäude der Scheune zu schützen“, sagte Stadtwehrleiter Hans-Hermann Haak gegenüber der AZ. Für die Scheune kamen die Löschmaßnahmen zu spät. Sie brannte mit einer Fotovoltaik-Anlage auf dem neuen Dach und zwei darin abgestellten Pkw bis auf die Grundmauern nieder. Die Löscharbeiten der Wehren dauerten gut zwei Stunden, dann konnten sich die ersten Wehren zum Abmarsch rüsten.

Doch bis zum Morgengrauen waren die Kameraden noch mit Restlöscharbeiten an der Scheune beschäftigt. Die Brandstelle wurde von der Polizei noch in der Nacht beschlagnahmt und ein Brandursachenermittler wird sich um die Untersuchung kümmern, wenn die Brandstelle genügend abgekühlt ist. Die Glutnester und die Einsturzgefahr verhindern ein Betreten der Scheune, teilt die Polizei mit. Die Untersuchungen sollen heute weitergehen. Im Einsatz waren gestern Morgen mehr als 60 Kameraden der Feuerwehren Berkau, Kremkau, Wartenberg, Bismark, Kalbe/Milde, Könnigde und Kläden. Mit 13 Einsatzfahrzeugen rückten sie den Flammen zu Leibe und konnten die Nebengebäude rund um die brennende Scheune vor den Flammen schützen. Die Schadenshöhe wird auf 150 000 Euro geschätzt.

Von Maik Bock

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