Neues Regal und gespendete Bücher

Schernikau: Leseschatz in Bücherzelle zurückgekehrt

Die Bücherzelle in Schernikau.
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Nach dem nassen Winter, der das Auslagern der Bücher und einen Ersatz des Regals erforderlich machte, ist die Bücherzelle an der Hauptstraße in Schernikau wieder gut mit Spenden gefüllt.
  • Lisa Maria Krause
    vonLisa Maria Krause
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Wer dieser Tage an der Kindertagesstätte „Regenbogenland“ in Schernikau vorbeigefahren ist, wird es schon bemerkt haben: Der ortseigene Bücherschatz, der sich in einer alten Telefonzelle direkt davor befindet, ist wieder gut gefüllt.

Schernikau - „Das haben wir gemacht, sobald die Baumärkte offen waren“, berichtet Ines Paul, die sich gemeinsam mit ihrem Mann Jörg Paul und anderen Anwohnern um die Bücherzelle kümmert. Anders als in anderen Ortschaften, wo lokale Vereine die Pflege übernehmen.

Im vergangenen Winter war die Bücherzelle zu feucht geworden und einige Bücher hatten geschimmelt. Wie berichtet, hatten es die ehrenamtlichen Verantwortlichen selbst in die Hand genommen, die Box zu räumen und den noch zu rettenden Lesestoff in einem Gemeinderaum der Kindertagesstätte zum Trocknen auszulegen.

Nach der Nässe musste auch das Holzregal erneuert werden, weshalb die Helfer sehnsüchtig auf die Öffnung der Baumärkte warteten. „Die Kosten haben wir mit Ortsbürgermeister Reinhard Meier abgerechnet“, wie Paul erklärt. Dieser hatte die finanziellen Mittel Schernikaus dafür bereitgestellt.

Nun ist die Bücherzelle seit den Osterferien wieder reich gefüllt. „Uns haben viele Bücherspenden von Anwohnern erreicht“, freut sich Paul. Eine Aufstockung des Lesestoffs von der Stendaler Kaschade-Stiftung, die auf Antrag die alten Telefonzellen und den Inhalt für Ortschaften bereitstellt, war demnach nicht nötig.

„Da waren auch viele Kinderbücher dabei. So viel, wir können gerade gar nicht alles verstauen.“ Deshalb könne der Bestand dann nach und nach ausgetauscht werden. „Wir wollen nicht, dass die Bücher wie vorher auf dem Boden liegen, weil das Regal zu voll ist, und sie wieder nass werden“, berichtet Paul. Seit der Aufstellung 2015 kümmern sich die Anwohner um die Zelle.

Zwei Mal im Jahr tauscht die Kaschade-Stiftung den Inhalt der Bücherzellen aus, um den Anwohnern immer einmal wieder ein anderes Angebot machen zu können. Insgesamt gibt es im Landkreis 45 Bücherzellen und Regale, die von der Stiftung bereitgestellt werden. Die neuste Box wurde vergangenes Wochenende in Lüderitz aufgestellt.

Im Raum Bismark gibt es sieben Zellen. Eine Weitere soll in Steinfeld dazukommen.

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