Polizei sucht im Darnewitzer Fall nach wie vor Täter

Glas im Kneippbecken: Scherben-Attacke gefährlich unklar

Dass Scherben mit voller Absicht im Becken landeten, davon gehen Heimatverein und die Polizei fest aus.
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Dass Scherben mit voller Absicht im Becken landeten, davon gehen Heimatverein und die Polizei fest aus.

Darnewitz – Der Scherben-Fall von Darnewitz hat sich auch nach fast zwei Monaten nicht aufgeklärt. „Zurzeit gibt es keine Hinweise auf Tatverdächtige, die Polizei ermittelt weiter in alle Richtungen“, teilt Jana Buch auf Nachfrage der AZ mit.

„Der Sachverhalt wurde als versuchte gefährliche Körperverletzung aufgenommen. “ Das Gesetz sehe dafür eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor, in minder schweren Fällen drei Monate bis zu fünf Jahren. „Auch der Versuch, wie in diesem Fall, ist strafbar. Anfang August waren im Kneippbecken des Heimatvereins „Wir für Darnewitz“ Glasscherben gefunden worden. Wären sie unbemerkt geblieben, hätten sich Menschen beim Wassertreten verletzen können. Und das in einem Becken, das der Gesundheit dienen soll.

Der Verein hatte bei der Polizei in Stendal umgehend Anzeige erstattet. Dass es sich bei den gefährlichen Splittern um demolierte Einweckgläser handele, vermutete Vorsitzender Peter Pickelmann bereits damals. Auf diese Angaben vertraut offenkundig auch die Polizei ganz aktuell, Scherben liegen ihr nicht vor. Das Rätsel um ein Schild, das auf der Kneipptafel angebracht war und vor Glassplittern im Becken warnte, dürfte sich hingegen aufgeklärt haben. „Ein Mitarbeiter des Vereins Darnewitz hat ein Warnschild angebracht“, informiert Polizeisprecherin Buch nun in dieser Woche. Wichtig bei alledem: „Es gibt laut Informationen der Polizei keine verletzten Personen.“ Die Vereinsspitze hatte das Schild anfangs noch für eine mindestens mysteriöse Botschaft gehalten (die AZ berichtete).

Findlingspark und Kneippbecken im Klädener Ortsteil sind größere Anziehungspunkte, auch und gerade für Fahrradfahrer und Touristen. Unmittelbar nach der Corona-Zwangspause soll es dort vor allem an Wochenenden einen regen Besucherverkehr gegeben haben. Dass es Menschen geben könnte, denen grundsätzlich viele Gäste an Wochenenden im Park ein Dorn im Auge sein könnten, darüber wurde gerade im Verein selbst spekuliert und diskutiert. Die organisierten Heimatfreunde setzen auf Stein und Wasser. Am Areal des Findlingsparks ging 2011 eine Schwengelpumpe in Betrieb, die Gerd Graf von Bassewitz spendierte. Auch Brunnen und Wasserspiel sind geschaffen. Die Wassertretanlage in Darnewitz existiert seit ungefähr drei Jahren, hat seine Saison und aktuell Corona-Spielregeln. VON MARCO HERTZFELD  

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