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Sanierte Orgel in Schönfelder Gutskirche eingeweiht

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Von: Lisa Maria Krause, Maik Bock

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Die sanierte Orgel.
Die Orgel der Gutskirche in Schönfeld erklingt am Sonnabend nach langer Zeit wieder. Das Instrument ist in den vergangenen Jahren in Salzwedel saniert worden. © Maik Bock

„Wir haben es endlich geschafft“, freute sich Wolfram Backes, Vorstandsmitglied des Fördervereins „Freunde der Gutskirche Schönfeld“, der es sich nicht nehmen ließ, fast jeden Gast in der Gutskirche persönlich zu begrüßen. Zur Eröffnung der festlichen Orgeleinweihung spielte die Organistin an diesem Nachmittag, Claudia Honscha, eine Toccata in C-Dur vom niederländischen Komponisten Jan Pieterszoon Sweelinck und das Publikum auf den Stühlen war vom Klang entzückt.

Schönfeld - Wie Backes im Vorfeld des festlichen Konzertes erklärte: „Hatte man noch im August vor zwölf Jahren keiner nur daran gedacht, dass wir in dieser Zeit es schaffen, die Orgel wieder mit Leben beleben zu können.“

Die Orgel, auch die Königin der Instrumente genannt, wurde circa 1888 in Stendal beim Orgelbaumeister Robert Voigt entworfen und gebaut. Die Sanierung übernahm 2016 und 2021 die Orgelbauwerkstatt Dutschke in Sienau bei Salzwedel (AZ berichtete).

Die beiden schauen sich Fotos an und ein Modell der Kirche an.
Dirk Missal und sein Sohn Tim schauen sich die Ausstellung zur Orgelsanierung an. © Maik Bock

Den Instrumentalisten, die das Konzert mitgestalteten, wie Tim Missal am Klavier, Claudia Riecke an der Querflöte, Thoralf Radde an der Klarinette, Veronika Stolper an der Blockflöte und Dr. Stephan Wolter am Jagdhorn, war es eine Ehre, mit dabei sein zu können. Zur Orgeleinweihung gab es auch noch die Übergabe der Stuhlpatenschaften.

Für die neue Bestuhlung der Gutskirche in Schönfeld wurden 100 sogenannte Kufenstühle angeschafft, berichtete Backes im Gespräch mit der AZ vor dem Konzert. Das kostete pro Stuhl 100 Euro. Danach wurden die Stuhlpatenschaften über Wochen gesucht. Mit einer Spende von 50 Euro konnten Interessierte schon Stuhlpate werden.

Claudia Honscha sitzt an der Orgel.
Die Königin der Instrumente spielt zur Einweihung Organistin Claudia Honscha aus Stendal. © Maik Bock

Der Rest kam dann über einen Eigenanteil für die Förderung mit Geldern der Europäischen Union zusammen. Am Sonnabend wurden die Patenschaftsurkunden vergeben. Die Namen der Paten sind auf den Stühlen vermerkt. Wer noch Pate werden möchte, kann sich bei dem Förderverein melden. Denn, so verriet Backes, noch einige Kufenstühle warten auf Paten.

Die Gutskirche wurde über die vergangenen zehn Jahre mithilfe von verschiedenen Fördertöpfen saniert. Nun steht sie wieder für Veranstaltungen bereit.

Die Stühle von hinten. Auf der Rückseite sind kleine Namensplaketten angebracht.
100 der sogenannten Kufenstühle sind für die Kirche angeschafft worden. © Maik Bock

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