Start der Fleischrind-Vision 2018 in Bismark / Körung der Jungbullenrassen: Charolais, Limousin, Fleckvieh-Simmental

Salzwedeler erklimmt Siegertreppchen

Bismark. Unter dem Titel „Die schönsten Rinder zwischen Unstrut und Usedom“ ist am gestrigen Donnerstag die Fleischrind-Vision 2018 im Vermarktungszentrum der Rinder-Allianz in Bismark gestartet.

57 ausstellende Betriebe aus Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern nehmen an der Schau teil. 115 Schautiere aus 14 Rassen, davon 26 Kühe mit Kalb und 14 Altbullen werden dem Publikum vor die Augen geführt.

Der Jungbulle Joker von Stefan Kreisel aus Salzwedel siegte in der Rasse Limousin.

Begonnen hat die Schau mit der Körung der Jungbullen. Hinter den Kulissen wurden die Tiere mit einigen Handgriffen für ihren Auftritt fertiggemacht. Gezeigt wurden die Jungbullenrassen: Charolais, Limousin und Fleckvieh-Simmental. Bewertet werden das Aussehen des Bullen und seine Fleischleistung. Schließlich soll der Bulle die Nachkommen für die nächste Generation sichern, meint Wettbewerbsteilnehmer Heinz Kopecki aus Rochau, der mit zwei Bullen, drei Fersen und einer Kuh mit Kalb nach Bismark angereist ist. Der Landwirt nimmt seit 2010 an der Rinderschau in Bismark teil und wurde 2014 erstmalig mit einer Ferse zum Landessieger gekürt. Für das Siegertreppchen hat es mit den beiden Fleckvieh-Simmental-Bullen Dieter und Sam nicht gereicht. Die Bewertung wurde von den Jurymitgliedern Stefan Schams, Dr. Sabine Schmidt, Abteilungsleiterin der Fleischrindabteilung Mecklenburg-Vorpommern, und Gernot Pohl, Abteilungsleiter der Fleischrindabteilung Sachen-Anhalt, durchgeführt.

Die drei Jurymitglieder bei der Punktevergabe.

In der Rassen-Kategorie Fleckvieh-Simmental hat der Jungbulle Glanz von Christian Bunde aus Drewitz gewonnen. Das Tier gilt als ein sehr typvoller Jungbulle mit viel Potenzial. Sein Vater geht auf den Spitzenvererber Gorm zurück, einem Bullen, der in Bayern gezogen wurde und lange Zeit dänische Simmentalspitze verkörpert hat, steht in seiner Vita geschrieben. In der Rasse Charolais konnte sich Jungbulle Enco beweisen, von der Röder GbR aus Wulferstedt aus dem Bördekreis. Der Jungbulle gilt als ein schicker und genetisch interessanter Bulle mit überwiegend französischer Blutführung. Das Siegertreppchen in der Rasse Limousin erklomm der Jungbulle Joker von Stefan Kreisel aus Salzwedel. Joker, heißt es, sei ein sehr gefälliger, harmonischer Bulle mit französischen Wurzeln. Er liegt in seiner täglichen Zunahme mit 1459 Gramm um acht Prozent über dem Betriebsdurchschnitt und um drei Punkte über seinem Pedigree-Zuchtwert. Im Anschluss hat der Jungzüchterwettbewerb stattgefunden (mehr dazu in der morgigen Ausgabe) und heute findet um 9.30 Uhr die Landesfleischrinderschau statt. Um 13 Uhr geht es dann weiter mit der Auktion der Jungbullen.

Von Marilena Berlan

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