Pedalritter haben freie Fahrt

Radweg zwischen Bismark und Hohenwulsch freigegeben

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Die ersten Pedalritter haben sich auf den Weg gemacht, um den Radweg einzuweihen.

Hohenwulsch/Bismark – Drahtesel statt Züge befahren nun die alte Kleinbahnstrecke der „Amerika-Linie“ von Bismark nach Hohenwulsch und zurück. Das alte Gleisbett ist einem neuen, sicheren und modernen Radweg gewichen.

Die lang ersehnte Piste für Pedalritter wurde kürzlich in einem feierlichen Rahmen offiziell freigegeben.

In Hohenwulsch hat sich einiges getan.

Der Radweg verläuft parallel zur Kreisstraße 1069 und überquert am Bahnhaltepunkt Hohenwulsch die Straße. Von dort führt die Strecke weiter in den Ort hinein. Der neue Weg und die erst vor wenigen Monaten aufgewertete Bahn-Schnittstelle Hohenwulsch sollen zur Attraktivität in der Ostaltmark beitragen. Radtouristen soll die Erkundungstour durch die Region somit vereinfacht werden. Da die Kreisstraße ein viel genutzter Verkehrsweg sei, sind seit Freitag Pedalritter auf ihrem Weg zwischen den beiden Ortschaften nun deutlich sicherer unterwegs.

Bei Bismarks Einheitsgemeinde-Chefin Annegret Schwarz (CDU) war am Freitag alles auf den Drahtesel ausgerichtet – ließ es sich die Christdemokratin doch nicht nehmen, mit ihrem Dienstfahrrad nach Hohenwulsch zu fahren. Gemeinsam mit den Knirpsen der Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ aus Hohenwulsch, die vorher Lieder und Gedichte zum Besten gegeben haben, und im Beisein von Landrat Carsten Wulfänger (CDU) hatte Schwarz die Ehre, das Einweihungsband zu durchtrennen. Zur Erinnerung an den Moment haben alle Mädchen und Jungen ein Stück davon erhalten. Auch Hohenwulschs Ortsbürgermeister Dieter Teickner und Amtsvorgängerin Helga Chlopik griffen zur Schere.

Und nicht zuletzt zahlreiche Anwohner waren mit dabei, mit dem Drahtesel die neue Strecke zu testen und mit Schwung in die Pedale zu treten. Der Radweg ist fast zwei Kilometer lang. Die asphaltierte Fahrbahn sorgt für unbeschwertes Rollen. 48 Mastaufsatzleuchten mit intelligenter Lichtsteuerung, drei mit GPS-Funktionen ausgestattet, sorgen für die Illuminierung des Radwegs. Die Stadtchefin zeigt sich begeistert von dem System.

Fast 900 000 Euro sind in das Projekt geflossen, der Löwenanteil von mehr als 800 000 Euro stammt aus dem Leader-Fördertopf. Den Rest schulterten Kommune und Landkreis.

102 Bäume, davon jeweils 25 Wildäpfel, Wildbirnen und Vogel-Kirschen sowie 27 Ebereschen, werden die Radpiste säumen. In naher Zukunft soll die annähernd drei Kilometer lange Strecke von Bismark nach Kalbe ebenfalls auf einer ehemaligen Bahntrasse in Angriff genommen werden.

VON UTE KRUG

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