Qualität zahlt sich eben doch aus

Norbert Lazay

Messdorf - Von Ingo Gutsche. Das Gefühl der kulturellen Sättigung sei nicht eingetreten. Im Gegenteil. Über 700 Besucher bewunderten in sieben Konzerten die Künstler in der Meßdorfer Kirche. Die Organisatoren zogen ein positives Fazit und sind bereits bei der Planung der 13. Auflage.

Weil es die 13. Musikfesttage sind, die im kommenden Jahr anstehen, würden sie ob der Zahl keineswegs stiefmütterlich behandelt werden, blickte Pfarrer Norbert Lazay schon einmal auf Kommendes. Denn das seit der „Geburtsstunde“ 1999 bestehende Grundprinzip, Künstler zu buchen, die noch nie oder selten in der Altmark auftreten, werde jedes Jahr angestrebt. Dies hätte sich auch in den vergangenen Wochen positiv auf die Besucherzahlen ausgewirkt. Lazay und Ortsbürgermeister Uwe Lenz als eingespieltes Organisationsteam sprachen von einer „erfolgreichen Saison“.

Russische Chor- und Instrumentalmusik, Posaunenklänge der Klassik bis in die Moderne, A-capella-Gesang, bedeutendes Orgelwerk, festliche Trompetenklänge, Musical und Klezmer-Musik verdeutlichen die Angebots-Vielfalt der diesjährigen 12. Auflage, die von Mitte August bis zum Tag der Deutschen Einheit Interessenten in die Meßdorfer Dorfkirche lockte. Mit dem musikalischen Angebot trafen Lazay und Lenz ins Schwarze. „Die Mühen haben sich gelohnt.“ Niveauvoll solle es sein. Diesen Anspruch stelle das Duo bei der Erstellung der traditionellen Programm-Reihe an sich und damit an die Musiker. Und etwas überrascht seien beide, dass es immer noch „viele Leute gibt, die noch nie in Meßdorf waren.“ Damit ist die Gäste-Schar gemeint, die aus vielen Teilen der Altmark, sogar aus ganz Sachsen-Anhalt und umliegende Bundesländer anreist und sich unter das bestehende Stamm-Publikum mischt. Insgesamt waren es rund 700 Besucher, die an den sieben Konzerttagen gezählt wurden. Der 100er Durchschnitt werde als „sehr guter Zuspruch“ gewertet. Voll besetzt war die Kirche zu allen Veranstaltungen, einmal platzte sie fast aus allen Nähten, beim Start. Echo-Klassik Preisträger David Orlowsky und seine Mitstreiter zogen die Gäste magisch an. Sie begeisterten mit einem Konzert aus jüdischer Folklore, Kammermusik und klassischer Moderne.

„Rückblickend muss man sagen, es war nicht ganz leicht im dörflichen Bereich eine Konzerttradition zu begründen. Aber im Laufe der Jahre, besonders in diesem Jahr, konnten wir feststellen: unsere Musikfesttage haben ihren Platz in der altmärkischen Kunst- und Kulturlandschaft gefunden“, sind Lenz und Lazay zu Recht stolz auf die zwölf Jahre andauernde Tradition.

Getreu dem Motto „Nach den Musikfesttagen ist vor den Musikfesttagen“ werden bereits Künstler für 2011 ausgewählt. So gestalten die Dresdner Hoftrompeter und Matthias Eisenberg (Orgel) das Abschlusskonzert am 3. Oktober 2011. Beide verrieten außerdem, dass etwas Außergewöhnliches zum Programm der 13. Auflage zählen wird: Ein 3-D-Konzert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare