Spendenaktion möglich

Pumpe nicht länger staubtrocken: Bismarks Ortschefin wünscht sich Anschluss

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Die Schwengelpumpe soll besser in Szene gesetzt und zukünftig vor allem funktionstüchtig sein. Das wünscht sich Bismarks Ortsbürgermeisterin Ruth Rothe sehr.

Bismark – Die Schwengelpumpe auf dem Marktplatz in Bismark soll an einen Brunnen angeschlossen werden. „Sie passt sehr gut in unsere Altstadt mit ihrem mittelalterlichen Flair, den Fachwerkhäusern und schmalen Gassen. Doch leider gibt die Pumpe noch immer keine Wasser."

Die alte und neue Ortsbürgermeisterin hat das Vorhaben, wie sie selbst sagt, in ihren „Fünf-Jahres-Plan“ aufgenommen, so lange dauert die weitere Amtszeit.

Wobei diese nicht unbedingt ausgereizt werden müsse. Die Genossin möchte das Projekt schon bald im Ortschaftsrat stärker besprechen und möglichst zeitnah umsetzen.

Die Finanzierung sei eine Herausforderung, schließlich verfüge der Ortschaftsrat über kein wirklich eigenes Budget und der Haushalt der Einheitsgemeinde weise auch nicht unbegrenzt Mittel auf. Momentan scheint die Pumpe sowieso nicht richtig funktionstüchtig, schon allein die Reparatur könnte einige Hundert Euro kosten. Der Anschluss an ein Wassersystem gebe es natürlich ebenfalls nicht zum Nulltarif. Rothe versteht das Ganze auch als bürgerschaftliche Initiative und erwägt einen Spendenaufruf. „Eine historische Pumpe, die auch wirklich Wasser spendet, ist wieder ein Stück mehr lebendige Innenstadt.“

Vor zehn Jahren wurden der Bismarker Marktplatz aufwendig umgestaltet. Die Pumpe vor dem Bürgerhaus sei abgebaut und erst einmal eingelagert worden, erinnert Rothe im AZ-Gespräch. Auf dem Gelände standen einst mindestens zwei Pumpen. Im Stadtrat wurde sogar über einen gemauerten Brunnen diskutiert. Doch die Mehrheit der Mitglieder sprach sich für die Pumpe aus. Zum 800-jährigen Jubiläum der Stadt wurde Geld gesammelt, einige Sponsoren sprangen auch wieder ab. Und dennoch gelang es: Die Pumpe wurde aufgearbeitet und im Mai 2015 an neuer Stelle nahe der Friedenseiche aufgebaut.

Damals war noch der Bündnisgrüne Eduard Stapel Bürgermeister, Rothe übernahm später das Zepter. Den Marktplatz weiter zu beleben und attraktiver zu machen, sei immer auch ein Ziel ihres Vorgängers gewesen. Wie alt die Schwengelpumpe genau ist, kann sie auf die Schnelle nicht sicher sagen. Und wie schon erwähnt: Es soll mehrere dieser Geräte auf dem Areal gegeben haben. Das Exemplar von heute stand lange Zeit vor dem Bürgerhaus gleich nebenan. DDR-Fotos ließen auch eine zentraler Variante an der damaligen Friedenseiche erkennen. „So oder so: Eine solche Pumpe macht sich dort gut.“

Der Platz mit dem Springbrunnen gleich gegenüber soll ebenfalls weiter belebt werden.

Am liebsten würde die Linke dieses Projekt mit einem weiteren gleich gegenüber auf der anderen Straßenseite verbinden. Der kleine Springbrunnen, der übrigens jünger sei und nicht wie kürzlich gemutmaßt aus DDR-Zeiten stamme, soll neu belebt werden. Annegret Schwarz (CDU), Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde, weiß von dieser Initiative aus dem Ortschaftsrat und steht ihr durchaus positiv gegenüber, wenngleich ein Ergebnis sicherlich noch einige Zeit brauche (die AZ berichtete). Der Bereich nahe neuem Spielplatz und Einkaufsmarkt könnte zu einem weiteren zentralen Platz entwickelt werden. Auch ganz im Sinne von Rothe.

VON MARCO HERTZFELD 

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