Nach Gutshausbrand in Arensberg kann Brandstiftung zurzeit nicht ausgeschlossen werden

Polizeiliche Ermittlungen laufen

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Die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Bismark, Arensberg und Kläden konnten den Brand in einem leer stehenden Gutshaus am Neujahrsmorgen teilweise nur von außen löschen.

Arensberg. Am frühen Neujahrsmorgen hat ein Brand die Feuerwehren aus Bismark, Arensberg und Kläden in Atem gehalten (die AZ berichtete).

In einem leer stehenden Gutshaus kam es zu Rauchentwicklung, weshalb gegen 4 Uhr morgens die Kameraden ausrücken mussten, um Schlimmeres zu verhindern. Nach Abschluss der Löscharbeiten gehen Polizeiermittler nun der Frage nach, ob es sich um Brandstiftung handeln könnte.

In besagter Nacht waren 14 Kameraden aus Bismark im Einsatz. Unterstützt wurden sie von sieben Kollegen aus Arensberg und weiteren sechs aus Kläden, sodass insgesamt 27 Feuerwehrmänner vor Ort im Einsatz waren. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich aus der ersten Rauchentwicklung dann schon ein Feuer entwickelt. Nachdem sich die Kollegen mühsam Zutritt zu dem Gebäude verschafft hatten, bemerkten sie, dass die Treppe im Gebäude bereits eingestürzt war und sich ein Löschen im ersten Stock sehr schwierig gestaltete. Die Einsatzkräfte bewerkstelligten dies größtenteils von außen über Drehleiter.

Gegen 6.30 Uhr war der Brand gelöscht. Die Kameraden aus Arensberg hielten noch bis 12 Uhr Brandwache, wobei sie von den Kollegen von der Polizei nahtlos abgelöst wurden. Diese beschlagnahmten nach Auskunft des Polizeireviers in Stendal den Brandort, um in Person des Brandsachbearbeiters Ermittlungen aufzunehmen. Auf Nachfrage der AZ konnte der Pressesprecher des Polizeireviers Stendal keine Aussagen zur Brandursache machen, da die Ermittlungen gestern noch andauerten.

Bei dem Gutshaus handelt es sich um Privatbesitz, wie die Stadt Bismark auf Nachfrage mitteilte. Nach Informationen der AZ wurde das Gebäude nach der Wende verkauft, stand jedoch die letzten zehn Jahre leer. Augenzeugen des Geschehens wollen gesehen haben, dass alle Türen und Fenster geschlossen und intakt waren, als das Feuer ausbrach. Entsprechende schwere Technik musste von den Einsatzkräften angewendet werden, um sich überhaupt Zugang zu verschaffen. Weiter wollen Augenzeugen mehr als einen Brandherd gesehen haben. Das Gutshaus brannte innen auf beiden Etagen vollständig aus, trug außen jedoch deutlich weniger Schäden davon. Die nicht unmittelbar angrenzenden Gebäude, darunter eine Strohscheune, konnten von den Einsatzkräften vor den Flammen gerettet werden.

Von Christoph Boßmeyer

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