Ralf Berlin stellt Antrag auf eigene Version des Schulobstprogramms / Kosten: 3600 Euro pro Jahr

Obst und Gemüse für drei Grundschulen

bl Bismark. Gesunde Kost muss her, zumindest in den drei Grundschulen der Einheitsgemeinde. So lautet der Antrag, den Schinnes Ortsbürgermeister Ralf Berlin beim Hauptausschuss anbrachte.

Vom landesweiten Schulobstprogramm profitieren meist nur die Kitas, auch wenn der Name anderes verspricht, erklärte Hauptamtsleiterin Annegret Schwarz. Da aber nie eine Gemeinde flächendeckend versorgt wird, stellte Berlin den Antrag für wirkliches Schulobst.

In der ehemaligen Gemeinde Schinne sei es schon vor Jahren selbstständig eingeführt worden, erklärte der Ortsbürgermeister. Immer habe es negative Antworten auf Bewerbungen für Schulobstprogramme gegeben und deshalb habe der Gemeinderat das selbst in die Hand genommen. Einen Vertrag gab es zwischen der Grundschule und einem Lieferanten aus Stendal, der dreimal pro Woche Äpfel nach Schinne geliefert hat. Oder sie seien von einer Mitarbeiterin mitgebracht worden.

„Das ist von unseren Schülern immer sehr gut angenommen worden. Vor allem auch von denen, die sonst nichts von zu Hause mitbekommen, nichtmal ein Brot“, erklärte Berlin. Die ganzen Äpfel wurden von den pädagogischen Mitarbeitern geschnitten und den Kindern fertig hingestellt. Es sei aber klar, dass die drei Grundschulen gleichberechtigt behandelt werden müssen und deshalb gelte der Antrag auch für alle Lehrstätten. Annegret Schwarz konnte auch gleich ein Angebot für die Belieferung mit Obst und Gemüse vorlegen. Einmal pro Woche würde der ausgewählte Lieferant frische Kost nach Bismark, Dobberkau und Schinne liefern. Schon geschnitten und verzehrfertig, sodass die Schüsseln nur noch aufgestellt werden müssen. Das kostet pro Schüler 32 Cent. Pro Jahr würden damit 3600 Euro auf den Haushalt der Einheitsgemeinde zukommen, erklärte Schwarz den versammelten Ausschussmitgliedern. Diese Summe müsse als Mehraufwendung in den Haushalt der Einheitsgemeinde aufgenommen werden.

Die Mitglieder des Hauptausschusses empfahlen dem Stadtrat, diese Position einzuplanen und dadurch den Grundschülern einmal in der Woche Zugang zu einem vielfältigen Obst- und Gemüseangebot zu gewähren.

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