Stadtfeuerwehr Bismark erhält Allianz-Spende für Ableit-Technik und Wärmebildkamera

Neue Pumpe gegen Schmutzwasser

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Für die 1000 Euro von der Allianz soll eine neue Schmutzwasserpumpe für die Stadtfeuerwehr angeschafft werden. Frank Piotrowski (r.) konnte das Geld an Stadtwehrleiter Hans-Hermann Haak übergeben. Die Wärmebildkamera überreichte die Bürgermeisterin.

Bismark. Die Technik hat während des Hochwassers im Juni stark gelitten. Obwohl die Einheitsgemeinde Stadt Bismark von den Wassermassen nicht direkt betroffen war, haben die Feuerwehren der Region dennoch tatkräftig in der Riege der Fluthelfer mit angepackt.

Da sind eben auch mehrere Pumpen kaputt gegangen. Um sich in diesem Bereich mit neuer Technik ausrüsten zu können, unterstützt die Allianz Deutschland AG die Stadtfeuerwehr mit 1000 Euro, die Allianz-Generalvertretung und Stadtrat Frank Piotrowski am Dienstagnachmittag an Stadtwehrleiter Hans-Hermann Haak übergeben konnte. Schon im Vorfeld hatte Piotrowski mit Ordnungsamtsleiterin Irene Kersten über eine mögliche Verwendung des Geldes gesprochen und da sei das Thema Pumpen auf den Tisch gekommen, berichteten die Verantwortlichen vorgestern. Die Allianz hatte mit der Spendenaktion „Hilfe für die Flut-Helfer“ mehr als 500 000 Euro gesammelt, die an Feuerwehren, Technisches Hilfswerk und Deutsches Rotes Kreuz verteilt.

Mehrere Tage haben auch die Feuerwehr-Einsatzkräfte im Hochwassergebiet an verschiedenen Orten verbracht. „Es ist beeindruckend, mit wie viel Solidarität und persönlichem Engagement die Männer und Frauen der Feuerwehr der Einheitsgemeinde bei der Hochwasserbekämpfung geholfen haben. Die große Leistung konnte viel Leid und Schaden verhindern“, deshalb habe sich Piotrowski für die zweckgebundene Spende an die Blauröcke starkgemacht.

„Wir haben ein gutes

Brandschutzjahr absolviert“

Für die 1000 Euro soll in Bismark eine Schmutzwasserpumpe angeschafft werden. Solche Exemplare haben den Vorteil, dass auch mit Steinen und Geröll verunreinigtes Wasser aus dem betreffenden Raum abgeleitet werden kann. Kleine Pumpen aus dem Baumarkt, um vollgelaufene Keller zu leeren, seien zum Schutz der Bürger aber weder gewollt noch besonders effektiv, berichtet der Stadtwehrleiter. Vielmehr soll gleich etwas Größeres gekauft werden. Die Absprachen dafür müssen Bürgermeisterin, Ordnungsamtsleiterin und Stadtwehrleiter erst noch treffen. Auch, wo die Schmutzwasserpumpe dann stationiert ist, steht noch nicht fest. Dass sie dort eingesetzt werden soll, wo es notwendig ist, ist allerdings schon geklärt. Alle Ortsfeuerwehren der Einheitsgemeinde seien in den vergangenen Monaten sehr gut zusammengewachsen, berichtete Haak.

Von Bürgermeisterin Verena Schlüsselburg erhielt der Stadtwehrleiter außerdem eine Wärmebildkamera, die künftig dabei helfen soll, Glutnester zu finden und Personen in der Dunkelheit aufspüren zu können. Auch diese Kamera ist zwar nur bei einer Feuerwehr stationiert, wird aber immer dort zum Einsatz kommen, wo sie gebraucht ist. Die neuen Pedalschneider, die in Bismark und Kläden ihren Platz finden, konnten schon vor einiger Zeit übergeben werden. „Wir haben ein gutes Brandschutzjahr absolviert“, freute sich Schlüsselburg. Nicht nur über eine Drehleiter konnten sich die Feuerwehr-Mitglieder freuen, auch der lang ersehnte Einsatzleitwagen zur Koordinierung mehrere Wehren bei Großeinsätzen fand seinen Platz im Gerätehaus in Bismark. Zudem liegt die Risikoanalyse Brandschutz schon beim Landkreis zur Prüfung vor, berichtete Kersten.

Von Bianca Lange

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