14. Meßdorfer Musikfesttage versprechen einzigartige Konzerte / Eröffnung mit Orgel und Bläsern am 11. August

„Vom spanischen Palast in die Dorfkirche"

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Uwe Lenz (v.l.), Ingetraud Dähne, Gudrun Albrecht und Norbert Lazay präsentieren den neu gestalteten Flyer, die den Sternenhimmel der Dorfkirche zieren. Das Design des Programmheftes unterscheidet sich schon in der Farbe von seinen Vorgängern.

Meßdorf. „Abends will ich schlafen gehn, vierzehn Engel um mich stehn“ – das Motto der 14. Meßdorfer Musikfesttage ist nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen, wenn man den Flyer betrachtet.

Doch das Sternenzelt in der Dorfkirche ist ein erster Hinweis. Der Abendsegen von Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ wird in jedem der sieben Konzerte zu hören sein. „Und jeder Künstler hat sich bereit erklärt, das Stück mit einzubauen“, erklärt Uwe Lenz gestern bei der Präsentation des Programms der Musikfesttage. „Wir haben schon hochkarätige Leute an der Angel“, freut sich Pfarrer Norbert Lazay, der sich gemeinsam mit Uwe Lenz um die Organisation der Konzerte kümmert. Bis 2014 geht die Planung nun schon. Viele Musiker bewerben sich schon Jahre vorher für einen der begehrten Konzertplätze.

Eröffnet werden die 14. Musikfesttage am 11. August mit Matthias Eisenberg an der Orgel und dem Trompetenensemble Joachim Schäfer aus Dresden, ein sehr festliches Ensemble, wie Lazay ankündigt. Das zweite Konzert am 18. August wird von Konzertorganist Hansjörg Albrecht aus München bestritten. „Ich bin gespannt, wie er die Orgel hier bewertet“, sieht Lazay dem Auftritt entgegen. Die weiteste Anreise haben am 1. September die Musiker von Cuarteto Arriaga aus Spanien, Frankreich und Argentinien. Sie sind auf Europa-Tournee und spielen nur ein Konzert in Sachsen-Anhalt – in Meßdorf. Den Künstlern wurde im Juni 2009 und März 2011 eine besondere Ehre zuteil: Sie spielten auf der Stradivari-Sammlung des spanischen Königshauses im königlichen Palast in Madrid. „Vom spanischen Palast in die Dorfkirche Meßdorf“, so Lazay. Das Liebhaberkonzert gestaltet am 15. September Soeren Thies. Er hat sich selbst für die Musikfesttage beworben und da das Genre des Chanson bisher noch nicht vertreten war, fiel die Wahl auf ihn. Das Kammerkonzert mit dem Ensemble Mediterrain und das Chorkonzert der „Zaunkönige“ aus Salzwedel runden die Reihe bis zum Abschlusskonzert, traditionell am 3. Oktober, ab. Dieses bestreiten die Mitglieder des Ensemble percussion-posaune aus Leipzig. Es seien erlesene Dinge dabei und vor allem: Die Musiker dürfen innerhalb von 200 Kilometern kein anderes Konzert zu dieser Zeit spielen. Das sorgt für wirklich einzigartige Konzerte. Viele sind zum ersten Mal überhaupt in Sachsen-Anhalt oder in der Altmark zu hören. Das hat bei den Musikfesttagen Tradition. Die Konzerte finden in der romanischen Dorfkirche statt. Eine Generalkarte ist für 45 Euro ab heute zu haben.

Von Bianca Lange

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